10.01.2000

FESTSPIELEGemotze vom Maestro

Zwischen den Wiener Philharmonikern und dem Dirigenten Claudio Abbado, 66, herrscht dicke Luft. Der Maestro hatte letzte Woche überraschend seine für den Sommer bei den Salzburger Festspielen geplanten Dirigate der Opern "Tristan und Isolde" und "Così fan tutte" abgesagt. Einerseits missfallen Abbado die "Così"-Kostüme, andererseits will er nicht hinnehmen, dass die Wiener Philharmoniker in wechselnden Besetzungen im Orchestergraben Dienst schieben. Der Elite-Klangkörper will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. Es sei, so Philharmoniker-Sprecher Wolfgang Schuster, in dieser Frage schon seit längerem eine "Einigung" mit dem Dirigenten erreicht worden. Die wahren Gründe für Abbados Attacken vermuten Kenner im Atmosphärischen. Der Maestro habe schon länger "herumgemotzt", er verkrafte wohl nicht den Verlust seines Postens als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Ein Insider: "Er ist in einer schwierigen Phase."

DER SPIEGEL 2/2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 2/2000
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

FESTSPIELE:
Gemotze vom Maestro

  • "Star Wars"-Finale: Zeit für Antworten es ist
  • Wir drehen eine Runde: Mazda 3 Skyactive X: Der Benziner mit dem Diesel-Gen
  • Neue Protestbewegung in Italien: Sardinen gegen Salvini
  • Nach der britischen Parlamentswahl: "Ich bin sehr beunruhigt"