18.11.2017

ArchitekturEritreischer Campari

Asmara, schönste Hauptstadt Afrikas, ist Weltkulturerbe. Hier treffen sich koloniale Vergangenheit, düstere Gegenwart – und eine Chance auf Zukunft. Von Bartholomäus Grill
Ein heruntergekommenes Hospital, trostlose Wohnblöcke, rostige Reklametafeln, deren Farben ausgeblichen sind. Inmitten dieser Reise durch das Grau, auf halber Strecke vom Flughafen in die Hauptstadt von Eritrea, ein Überschallflugzeug. Oder ein Raumschiff, in dem gerade ein paar Außerirdische gestrandet sind.
Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das Objekt als Tankstelle, eine Servicestation im futuristischen Stil, Baujahr 1938. Die frei schwebenden Betonflügel spannen sich 30 Meter, darüber erhebt sich eine "Pilotenkanzel" mit der weithin sichtbaren Aufschrift "Fiat Tagliero". Benvenuto, willkommen im goldenen Zeitalter des Automobils!
An den stillgelegten Zapfsäulen beginnt eine Expedition zurück in die Zukunft, in die Jahre zwischen 1935 und 1941, als das italienische Kolonialregime im Nordosten des Kontinents eine kosmopolitische City schuf: Asmara, Hauptstadt seines afrikanischen Imperiums. Man fährt durch palmengesäumte Boulevards und wundert sich, wie dieses architektonische Juwel in Vergessenheit geraten konnte. Denn die Tagliero-Tankstelle ist nur eines von zahllosen spektakulären Bauwerken, die damals entstanden sind: Villen, Kaufhäuser, Bürokomplexe, Industriebetriebe, Kirchen, Schulen, Kinos, Denkmäler. Ein Panoptikum der italienischen Moderne, in allen Stilrichtungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – Futurismus, Art déco, Novecento, Bauhaus, Rationalismus, Monumentalismus.
Eine Reihe von Städten konserviert vergleichbare bauhistorische Schätze; Miami, Tel Aviv, Kapstadt, Dessau oder auch Stuttgart mit seiner Weißenhofsiedlung wären zu nennen. Aber keine kann eine architektonische Vielfalt und Dichte wie Asmara aufweisen. Das hat nach langem Zaudern auch die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, die Unesco, anerkannt, indem sie auf ihrer Sitzung in Krakau im Juli dieses Jahres der eritreischen Hauptstadt das Gütesiegel Weltkulturerbe verlieh. Nun ist das gesamte historische Zentrum geschützt – ein Areal von vier Quadratkilometern mit 4300 erhaltenswerten Objekten.
Die Antwort auf die Frage, wie eine verschlafene Gebirgsstadt in 2300 Meter Höhe zu einem derartigen Reichtum kommt, liegt jenseits des Mittelmeers, in Rom. Dort hatte einst Benito Mussolini, der faschistische Diktator, die Vision von einem "Africa Orientale Italiana", einem neuen Imperium Romanum auf afrikanischem Boden, gedacht als Siedlungsraum für 6,5 Millionen Italiener. Asmara sollte die Metropole dieses Kolonialreichs werden, eine prachtvolle Stadt der Zukunft.
Im Weltkriegsjahr 1941, als die Italiener von den Briten vertrieben wurden, war der imperiale Traum des Duce ausgeträumt. Doch seine Statthalter hinterließen die schönste und modernste Hauptstadt Afrikas, und sie könnte auch die lebenswerteste sein – wenn da nicht dieses diktatorische Regime wäre, das den Menschen wenig Freiheiten lässt. Sie leben in einem armen, rückständigen, repressiven Staat, der international geächtet wird. Junge Eritreer fliehen auf der Suche nach einem besseren Leben zu Tausenden aus dem Land.
Doch eines konnte die Diktatur den Asmarinos, den Bewohnern der Hauptstadt, nicht austreiben: die Italianità, die von den Kolonisten übernommene Lebensart. Sie ist zu spüren an den warmen Abenden auf der Avenue der Freiheit, die einst Viale Mussolini hieß. Modisch gekleidete junge Männer und Frauen flanieren über den Corso. Die Alten trinken in Straßenbars eritreischen Campari, hinter den Tresen zischen Gaggia-Kaffeemaschinen. Topolinos stottern vorbei, Urmodelle des legendären Fiat 500.
Das Café im Cinema Roma, dem schönsten Lichtspielhaus Asmaras, ist in diesen Stunden voll besetzt. Die Wände ochsenblutrot, ocker, orange, mittendrin ein schwarzes Ungetüm, ein Projektor, gebaut von Sorani, Milano. Und am Eingang Anita Ekberg und Marcello Mastroianni – ein Originalplakat des Klassikers "La dolce vita". Man kommt sich vor wie in einem Fellini-Film. Und vergisst, in einer afrikanischen Stadt zu sein: Asmara, la piccola Roma, ein Sehnsuchtsort.
Im Ausland wurden immer wieder Einwände gegen die Aufwertung Asmaras als globales Kulturerbe vorgebracht. Würde das Regime des Präsidenten Isayas Afewerki diesen begehrten Status für Propagandazwecke missbrauchen? Spekulierte man nur auf Zuschüsse, um sie dann für ganz andere Zwecke zu verwenden – für den polizeilichen Unterdrückungsapparat, für das Militär?
"Wir bekamen das oft zu hören. Eritrea ist isoliert und hat einen schlechten Ruf", sagt Medhanie Teklemariam, ein schlanker Mann mit Moustache und Kassenbrille. Mehr will er zur Politik nicht sagen. Er koordiniert das Asmara Heritage Project, die treibende Kraft bei der "Mission Weltkulturerbe". Medhanie, von Beruf Ingenieur und Stadtplaner, sitzt im vierten Stock eines hässlichen Hochhauses, einer der wenigen Bausünden aus den Neunzigerjahren. Er legt ein 1300 Seiten dickes Konvolut auf den Schreibtisch: das Bewerbungsdossier für die Unesco. "Damit haben wir die Gutachter überzeugt."
Medhanie war dabei, als Asmara bei der 41. Sitzung des zuständigen Unesco-Komitees endlich den Zuschlag erhielt. 20 Jahre habe das gedauert, sagt er. Dennoch werde weiterhin die Frage gestellt, ob es richtig gewesen sei, die Zeugnisse einer brutalen europäischen Fremdherrschaft in den Rang eines Weltkulturerbes zu heben. Zu Recht. Denn hinter den Kulissen der importierten Moderne nistet der koloniale Terror.
Die bereits 1889 von den Italienern okkupierte Stadt diente als Nachschubbasis für den Eroberungsfeldzug, den sie in Abessinien führten, einen grausamen Krieg mit Giftgas und Bombenangriffen. Zugleich war Asmara das Testgelände für ein urbanes Großexperiment: Hier sollte die ideale faschistische Stadt entstehen. Anno 1938 teilte der Chefplaner Vittorio Cafiero das Territorium in funktionale Zonen für Handel, Gewerbe und Industrie auf und legte Wohnbezirke für die 60 000 italienischen Siedler fest. Die Afrikaner wurden in die "città indigena" gepfercht, die "Stadt der Eingeborenen".
Der Schweizer Historiker Aram Mattioli spricht von "stadtgewordenem Rassismus". Es war eine Frühform der Apartheid, die sich in das Stadtbild von Asmara eingeschrieben hat. An der Afabet Street, wo die für die Eritreer bestimmten Viertel beginnen, reißen die Teerstraßen ab. Jenseits liegen die Quartiere der Armen, eng, schmutzig, stinkend, bis zum heutigen Tag ohne Infrastruktur. Sie schauen von den Hügeln im Norden auf das Zentrum hinab, auf die eleganten Wohnzeilen, die stolzen Amtsgebäude, die Flaniermeile mit den mondänen Cafés, die sie nie betreten.
Deshalb dächten viele Eritreer mit zwiespältigen Gefühlen an die italienische Besatzungszeit zurück, sagt Medhanie. "Doch im Gegensatz zu vielen afrikanischen Ländern verachten wir die Kolonialarchitektur nicht mehr als Symbol der Unterdrückung. Sie ist Teil unserer Identität. Wir wollen sie bewahren, denn wir haben sie mit unserer Arbeitskraft geschaffen." Aber die eritreischen Lohnsklaven erhielten doch nur eine lumpige Lira pro Tag? "Das war so. Trotzdem sind wir stolz auf unser nationales Erbe."
Medhanie Teklemariam steigt hinunter ins Katasteramt im Erdgeschoss, wo sein Team die Originalentwürfe der italienischen Architekten digitalisiert. "Sehen Sie, das sind wahre Kunstwerke", schwärmt er und zeigt eine filigrane Bauzeichnung in Pastelltönen: den Palazzo Lazzarini von Roberto Cappellano, Maßstab 1:50, strenger Rationalismus, vollendet 1937.
In den vergangenen drei Jahren wurden 75 000 Pläne gescannt, aber das sei erst der Anfang, sagt Medhanie. Man brauche die Hilfe internationaler Experten und viel Geld, um die Bauwerke zu sanieren. Er hofft, dass sich durch die Anerkennung Asmaras als Weltkulturerbe die Tür zur Außenwelt öffnet. Dass die Stadt zu einem internationalen Zentrum der Architekturgeschichte wird.
Fachleute, Studenten und Kulturtouristen könnten dann auch die Verirrungen der Moderne besichtigen, die Machttempel, in denen Mussolinis Cäsarenwahn verewigt ist. Die Casa del Fascio von Bruno Sclafani etwa, einen wuchtigen Bau in F-Form, das Hauptquartier der Faschisten. Oder den Koloss von Aldo Fornaini, martialisch wie ein Riesengeschoss, ebenfalls ein Parteihaus. Oder die Opera Nazionale Dopolavoro, einen Arbeiterklub, protziger Monumentalismus, den sich auch Hitlers Oberbaumeister Albert Speer ausgedacht haben könnte.
All diese Bauwerke drücken eine totalitäre Ästhetik aus, die in den Diktaturen jener Epoche stilbildend war, im faschistischen Italien, im nationalsozialistischen Deutschland und in der stalinistischen Sowjetunion. Der im Juli verstorbene russische Kunsthistoriker Igor Golomstock hat die ideologischen Verwandtschaftslinien in seinem bahnbrechenden Werk "Totalitäre Kunst" freigelegt.
Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen in Italien und Russland futuristische Manifeste, die zur Zerstörung aller bürgerlichen Kulturtraditionen aufriefen. Sie priesen die industrielle Zivilisation, das Zeitalter der Maschinen, den Rausch der Geschwindigkeit. Ein aufheulendes Rennauto sei schöner als die Nike von Samothrake, röhrte der italienische Cheftheoretiker Filippo Tommaso Marinetti.
Der Geist des linken und des rechten Futurismus lebte in den avantgardistischen Spielarten der Baukunst fort. In Italien bekämpften die Vorreiter des sogenannten Razionalismo alles Alte, Erstarrte, Gestrige und begeisterten sich für die große soziale Revolution des Faschismus. Asmara war der Ort, an dem sie sich frei entfalten konnten. "Die Bauten sind viel extravaganter als in Italien", stellt der britische Architekturexperte Edward Denison fest, Verfasser des Standardwerks über Asmaras Modernismus.
Übrigens bettelte auch ein gewisser Le Corbusier um Projekte im italienischen Afrikareich. Kolonialisation müsse "ein Nachweis von Ordnung, Kraft und modernem Geist sein", schrieb er in einem Brief an Mussolini. Aber es waren ausschließlich junge italienische Architekten, die nach Asmara entsandt wurden, vorneweg die Verfechter des Novecento Italiano, die in den Zwanzigerjahren den radikalen Modernismus verwarfen und in der Rückbesinnung auf das klassizistische Vokabular eine wahrhaft italienische Baukunst anstrebten.
Die Bewegung wurde gefördert von der einflussreichen Kunstkritikerin Margherita Sarfatti und schließlich von den Faschisten propagandistisch vereinnahmt. Das Novecento entsprach ihren Vorstellungen von Ordnung und Strenge, es glorifizierte die Poesie der Arbeit, die Dynamik des Sports, die Schönheit des Krieges, den Heldenmut des neuen Menschen.
In der kolonialen Musterstadt Asmara sollte das Novecento neben dem Razionalismo zum prägenden Stil werden, hier lässt sich auch ihre Rivalität besichtigen. An der Denden Street steht zum Beispiel ein Wohntrakt von Cacciatori Merenzi aus dem Jahr 1938, ein eleganter Bau, die Fassade konkav geschwungen und von flachen Lisenen gegliedert: Novecento aus dem Lehrbuch. Unweit davon war ein Jahr zuvor das Selam eröffnet worden, ein schnörkellos funktionales Hotel nach den Plänen von Rinaldo Borgnino: Rationalismus in Reinform.
Die Kolonialverwalter bevorzugten keine Stilrichtung, ihr Motto hieß: Hauptsache modern, nationalistisch, die kulturelle Überlegenheit Italiens repräsentierend. Und so konnten die Architekten auch anderen modernistischen Strömungen folgen. Sie entwarfen Villen nach Bauhausprinzipien, Kinos im Art-déco-Stil, neofuturistische Gebäude. Oder sie verbanden europäische und afrikanische Bauweisen, die orthodoxe Kathedrale Enda Mariam des Ingenieurs Odoardo Cavagnari gilt als besonders gelungene Fusion.
Manche Konstruktionen waren so gewagt, dass man sich scheute, sie nach der Fertigstellung freizugeben. Als die Tankstelle von Fiat Tagliero eingeweiht wurde, soll der Architekt Giuseppe Pettazzi den Bauleiter mit einem Revolver gezwungen haben, die Stützbalken unter den frei schwebenden Betonflügeln wegzuschlagen – der Mann hatte Angst, die Tragflächen stürzten ein. Unheimlich mutet auch das Ensemble an der Segeneyti Street an: Da donnert ein futuristisch gestalteter Apartmentblock wie eine gewaltige Lokomotive auf einen Schiffsbug zu, auf die Stirnseite eines Rundbaus im nautischen Stil.
Viele Architekten und Ingenieure dieser Generation waren zwar ideologisch verblendete Opportunisten, aber sie haben Asmara in eine Schaubühne urbaner Zweckmäßigkeit verwandelt – und in ein Monument des Fortschrittsglaubens. Ende der Dreißigerjahre fuhren 50 000 Autos durch die Straßen, die Vertretungen von Fiat, Alfa Romeo oder Lancia waren Kultstätten des Automobilismus, und es soll in Asmara mehr Verkehrsampeln gegeben haben als in Rom. Heute funktioniert keine einzige mehr.
Die robusten Bauwerke aus Stahl und Beton aber haben die Jahrzehnte überdauert, sie wurden verschont vom Kahlschlag der Sechziger- und Siebzigerjahre, als in vielen westlichen Großstädten das modernistische Erbe zerstört wurde. So besehen ist es ein glücklicher Umstand, dass es in Eritrea seit der Unabhängigkeit 1993 immer an Kapital mangelte.
Viele Asmarinos machen sich über den Zustand der Gebäude ohnehin keine Gedanken und reagieren wie die Bewohnerin eines typischen avantgardistischen Hauses: Misstrauisch mustert sie den Fremden, der die schneckenförmige Spiraltreppe im Inneren bestaunt. Ein Meisterstück von Aladino Bibolotti, konstruiert nach einer Zahlenfolge von Fibonacci, dem bedeutendsten italienischen Mathematiker des Mittelalters. Der Frau ist das ziemlich egal – sie ist froh, dass sie ein Dach über dem Kopf hat.
Genauso denken vermutlich auch die Menschen, die in einer langen Schlange vor einer Farmacia um Medikamente anstehen. Sie kämpfen mit den Widrigkeiten des Alltags, die Erhaltung der historischen Bausubstanz ist ihre geringste Sorge. Die Apotheke liegt an einer Ecke der vormaligen Piazza Roma, die von Relikten aus der frühen Kolonialphase eingerahmt wird, von Palästen im neogotischen, klassizistischen, neubarocken, lombardischen und maurischen Stil. Ein stiller, melancholischer Platz, erstarrte Geschichte, wie hingemalt von Giorgio de Chirico, dem Meister der Pittura Metafisica und späteren Vordenker des Novecento, der die seelenlose, kalte, nordische Moderne anprangerte.
Aber wer soll all die Kulturschätze erhalten? Woher sollen die Milliarden für die Renovierung des Gesamtkunstwerks Asmara kommen? Die Regierung hat kein Geld und ist von der Außenwelt abgeschnitten. Solange sie diktatorisch herrscht, werden ausländische Sponsoren kaum einspringen. Abgesehen davon lehnt das Regime Entwicklungshilfe entschieden ab – sie ist in seinen Augen nur neokoloniale Bevormundung. Und nun sollen ausgerechnet die Hinterlassenschaften der europäischen Terrorherrschaft bewahrt werden?
Weltkulturerbe, schön und gut. Aber es wäre viel dringlicher, Armut und Ungleichheit zu überwinden, damit die jungen Leute wieder Zukunftsperspektiven haben und nicht massenhaft weglaufen. Allein die fantastische Architektur hält niemanden in Asmara. ■

Misstrauisch mustert die Bewohnerin den Fremden, der die Spiraltreppe bestaunt.

Von Bartholomäus Grill

DER SPIEGEL 47/2017
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