09.12.2017

PersonalienGroßsprecher

An seinem Führungswillen ließ Emmanuel Macron, 39, seit Mai französischer Präsident, von Anfang an keine Zweifel aufkommen. Während seines Besuchs in Burkina Faso, kurz vor dem EU-Afrika-Gipfel vergangene Woche, stellte er diese Eigenschaft wieder eindrucksvoll unter Beweis. Macron – dynamisch, selbstbewusst, tatendurstig – stellte sich nicht nur an die Spitze der Ideengeber zur Bekämpfung der Massenmigration aus Afrika. Ganz nebenbei versprach er, Französisch werde die Sprache Afrikas, ja "vielleicht der Welt" sein: "Die Strahlkraft des Französischen, seine Attraktivität gehören nicht mehr Frankreich allein." Seine Fantasie führte in Großbritannien zu einer mittelschweren Verstimmung. Die Chefkommentatorin des "Sunday Telegraph" sah sich genötigt, in einem Kommentar darauf hinzuweisen, dass Englisch nach wie vor die erste Weltsprache sei – und mit Sicherheit bleiben werde. Sie formulierte die Bitte, dass das doch jemand dem Präsidenten mitteilen möge. Französisch sei vielleicht schön, Englisch aber einfach besser.
Von Ks

DER SPIEGEL 50/2017
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