28.02.2000

Maneka Gandhi,

Maneka Gandhi, 43, indische Ministerin und Tierrechtlerin, schrieb dem amerikanischen Modefürsten Calvin Klein einen geharnischten Protestbrief. In der neuesten Kollektion Kleins befinden sich Kreationen, für die, argwöhnt die Ministerin, illegal aus Indien exportierte Schlangenhäute verwendet wurden, etwa für den Schlangenhautmantel, den die US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow, 26, bereits ausprobierte. Durch das "gewissenlose und massenhafte Abschlachten" von Schlangen hätten sich in Indien massive Ernährungsprobleme ergeben. "Die Schlange ist der beste Freund des Bauern", schreibt Gandhi. Doch seit die Schlangenhauthändler jede Menge Schlangen einfangen, habe sich eine "wachsende Rattenpopulation entwickelt, die die Hälfte der gesamten Reisernte eines Jahres in meinem Land vernichtet". Klein habe sich doch seit Jahren selbst mit seinem "eleganten Design für eine pelzfreie Mode" stark gemacht: "Die Haut eines Pythons ist nicht weniger wertvoll für die Schlange als der Pelz für den Fuchs." Wie er denn das eine verurteilen und vom anderen profitieren könne? Eine Antwort Kleins steht noch aus.

DER SPIEGEL 9/2000
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