18.08.2018

KolumbienKahlschlag nach dem Krieg

•  Der Friedensschluss mit der ehemaligen Guerilla Farc wirkt sich schädlich auf die Umwelt aus: Seit der Übereinkunft Ende 2016 ist doppelt so viel Urwald illegal abgeholzt worden wie zuvor. »Gerodet wird vor allem in jenen Regionen, die ein Machtvakuum aufweisen«, sagt José Julián González vom Umweltinstitut Ideam. Über 50 Jahre lang hatten die Guerilleros die Urwälder am Amazonas als Rückzugsgebiet genutzt. Rinderfarmer und Holzfirmen trauten sich nicht dorthin, denn es drohten Überfälle und Entführungen. Seitdem die Kämpfer die Waffen niedergelegt haben, wagen sich wieder Holzfäller vor. Auch landlose Kleinbauern, die vor den Gefechten zwischen Regierungstruppen und der Guerilla in die Städte geflohen waren, ziehen jetzt zurück in die Waldgebiete. Und noch gibt es dort keine Forstbehörden, sodass der illegale Kahlschlag wieder ungehindert aufgenommen worden ist.
Von JGL

DER SPIEGEL 34/2018
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