24.04.2000

TIEREHerz für Pitbulls

Ungewiss bleibt die Zukunft der Kampfhunde in Deutschland: Der Plan, Pitbulls hier zu Lande auszurotten, droht jetzt am Widerstand des Innenmi-nisteriums von Rheinland-Pfalz zu scheitern. Die Mainzer widersetzen sich einer in monatelangen Beratungen von der interministeriellen Kampfhund-Arbeitsgrupe erarbeiteten Vorlage für die Innenministerkonferenz Anfang Mai. Der Entwurf sieht vor, dass die Länder den American Pitbull Terrier, den American Staffordshire Terrier und den Staffordshire Bullterrier als "gefährliche Hunde" einstufen und mit einem Zucht- und Handelsverbot belegen können. Auf diese Weise sollten die Hunde in den nächsten Jahren gezielt ausgerottet werden. Rheinland-Pfalz dagegen hält den "Erlass einer Rasseliste" aus "wissenschaftlicher und rechtlicher Sicht" für "nicht gerechtfertigt", weil es keine Belege für eine "rassespezifisch erhöhte Aggressivität" gebe. Nach Mainzer Vorstellungen sollten auffällige Hunde einer Einzelprüfung unterzogen werden, bevor eine Sterilisation oder Kastration angeordnet werden kann.

DER SPIEGEL 17/2000
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