24.04.2000

BUNDESBANKEichels Zorn

Das angespannte Verhältnis zwischen Bundesfinanzminister Hans Eichel und der Bundesbank sorgt auf internationaler Ebene zunehmend für Irritationen. Am vergangenen Samstag wunderten sich US-Finanzminister Larry Summers und Notenbank-Chef Alan Greenspan, warum die deutsche Delegation zum ersten Gespräch über die Zukunft des Internationalen Währungsfonds (IWF) nur zu dritt erschienen war. Auf amerikanischer Seite waren je zwei Mitglieder des Finanzministeriums und der Notenbank zugegen. Eichel dagegen wurde nur von seinem Staatssekretär Caio Koch-Weser und Bundesbankpräsident Ernst Welteke begleitet: Der Minister hatte Bundesbank-Vize Jürgen Stark von der Teilnahme an dem Treffen ausgeschlossen. Eichel ist verärgert über die Reformpläne der Bundesbank für den IWF, die Stark kürzlich propagiert hatte: Im Gegensatz zur Bundesregierung will die deutsche Notenbank, dass sich der IWF nicht mehr wie bisher in der Entwicklungspolitik engagiert.

DER SPIEGEL 17/2000
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