24.04.2000

QUOTENUngewisse Zukunft für „Aspekte“

Vollmundig hatte Anfang Januar der Politik-Journalist Wolfgang Herles, 49, die Leitung des siechen Mainzer Kulturmagazins "Aspekte" übernommen. "Wir wollen polemischer und politischer werden", so verkündete er offensiv. Die renovierte Sendung werde "weniger elitär, weniger bildungsbürgerlich" sein. Aber natürlich habe er auch "keine Angst vor Nietzsche". Erklärtes Einschaltziel: "Mindestens eine Million Zuschauer". Unterm alten Regime lag die Quote zuletzt fast immer darunter. Doch bislang hat der smarte Moderator die Erwartungen nicht erfüllt. Die Kritik ist enttäuscht über Herles' Hang zum "feuilletonistischen Stammtisch", und die umworbene Kundschaft hält sich noch zurück. Der Zuschauerpegel steigt nur gelegentlich über die ersehnte Million, mitunter ist das Auditorium mit 0,6 Millionen genauso bescheiden wie in der Ära des Vorgängers Manfred Eichel.

DER SPIEGEL 17/2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 17/2000
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

QUOTEN:
Ungewisse Zukunft für „Aspekte“

  • Angriff auf saudische Raffinerie: "Es kann die gesamte Region anzünden"
  • Riskantes Projekt in Russland: Erstes schwimmendes AKW am Ziel
  • Zwischenfall in der NFL: Pyromaschine fängt Feuer
  • Portrait über Jürgen Grässlin: Warum deutsche Rüstungskonzerne einen Lehrer fürchten