24.04.2000

MEDIZINSchutzhaut im OP

Chirurgen leben gefährlich: Beim Nähen von Operationswunden sticht sich weltweit alle 20 Minuten ein Arzt selbst mit der Nadel - ein fataler Ausrutscher, wenn das Patientenblut mit Hepatitis- oder Aidserregern verseucht ist. Zum Schutz der Ärzte hat ein Forschungsteam, angeführt von Chemiker Heinz Rehage (Universität Essen), jetzt einen Anti-Virus-Handschuh entwickelt: Zwischen den beiden Häuten des Handschuhs aus synthetischem Kautschuk schwappt eine dichte Schicht von Tensid-Tröpfchen. Dringt die blutbeschmierte Nadel durch die Doppelwand, tötet das Tensid - ansonsten als Fleckenlöser in Waschmitteln im Einsatz - alle eindringenden Keime sofort ab.

DER SPIEGEL 17/2000
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