24.04.2000

HÖRBUCHTaumel von Wahnsinn

Es war eine wilde Liebe, eine verrückte Ehe - eine von vieren der Brigitte Reimann, eine Schriftstellerehe: Siegfried Pitschmann und seine Frau wetteiferten, damals in der DDR, im Schreiben und fühlten sich zugleich "in einen Taumel von Wahnsinn geworfen". Es nahm kein gutes Ende: "Er muss schrecklich gelitten haben" (Reimann). Pitschmann erinnert sich heute im Gespräch noch liebevoll der 1973 an Krebs gestorbenen Autorin: "Wenn das eine fremde Geschichte wäre und nicht zufällig meine eigene, würde ich das ganz schön spannend finden." Der Zuhörer der CD ("Und trotzdem haben wir immerzu geträumt davon") darf das ungeniert: Pitschmanns anrührenden Bericht ergänzen Auszüge aus dem Tagebuch der Reimann - dem wiederum eine zweite Hörbuch-Produktion aus dem Audio-Verlag gewidmet ist ("Ich bedaure nichts"). Die in der DDR aufgewachsene Schauspielerin Jutta Hoffmann lässt die Jahre 1955 bis 1963 (ein zweiter Teil mit Eintragungen bis zum Tod wird folgen) durch die bewegenden Notate der Reimann großartig auferstehen - gewissermaßen aus seelischen Ruinen.

DER SPIEGEL 17/2000
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HÖRBUCH:
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