07.08.2000

Kino in Kürze„Black and White“

sind immer noch die Symbolfarben für die Unfähigkeit Amerikas, mit seiner Rassenvielfalt umzugehen. Seit einiger Zeit imitieren weiße Jugendliche den Straßenstil der schwarzen Ghettos und himmeln HipHop- und Sporthelden an, die ihrerseits von der Begeisterung dieser milchbärtigen Zielgruppe profitieren. Wie dabei unterschiedliche Antriebskräfte - die einen wollen Sex, Geld und Macht, die anderen Status - aufeinander prallen, versucht der Filmemacher James Toback einzukreisen. In seinem essayistisch angelegten Rassenpalaver (Achtung: Die deutsche Fassung ist völliges Kauderwelsch) treten Schauspieler neben HipHop-Stars und Sportlern (unter anderem Mike Tyson) auf, es wird heftig improvisiert, und die Story gerät gelegentlich in Vergessenheit. Als Film ist "Black and White" so verwirrend wie sein Thema, aber jedenfalls hat Toback den Mut, Fragen zu stellen, ohne gleich die Antworten zu wissen.

DER SPIEGEL 32/2000
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Kino in Kürze:
„Black and White“

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