07.08.2000

ATOMENERGIEStoff für das Endlager

Atommüll strahlt viele tausend Jahre lang. Die Behälter, in denen er gelagert wird, halten den nicht enden wollenden Strahlenbeschuss jedoch höchstens hundert Jahre aus, dann werden sie undicht. Jetzt haben Forscher erstmals einen Werkstoff entdeckt, der eine Endlagerung möglich erscheinen lässt. Mit ihm ließe sich der Atommüll auf Tausende von Jahren ummanteln. Der keramische Stoff, der dem Mineral Flussspat ähnelt, sei in seinem physikalischen Aufbau ungemein flexibel und könne deshalb Schäden ausgleichen, welche durch Radioaktivität entstehen, heißt es im Wissenschaftsmagazin "Science". Die Struktur bleibe Tausende von Jahren intakt. Das ergaben Computersimulationen einer internationalen Gruppe um Kurt Sickafus vom Los Alamos National Laboratory im US-Bundesstaat New Mexico.

DER SPIEGEL 32/2000
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ATOMENERGIE:
Stoff für das Endlager

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