07.08.2000

Reinhold Messner

Reinhold Messner, 55, Himalaja-Veteran aus Südtirol, musste vorigen Donnerstag mit einem Glas Lassi - gezuckertes Joghurtgetränk - statt des sonst bevorzugten Rotweins anstoßen. Anlass war ein Bankett in Pakistans Hauptstadt Islamabad, wo er im Restaurant Dehat - der Ausschank von Alkohol ist dort untersagt - den geglückten Rückzug vom so genannten Ganolo-Grat feierte, über den er in die Gipfelwand des Nanga Parbat (8125 Meter) vorgestoßen war. Schnee und Lawinengefahr hatten ihn zur Umkehr gezwungen. An der Festtafel bekannte Messner: "Wenn man als Bergsteiger älter wird, werden die Berge höher." Bei Linsen, Topfhuhn und Lamm in Chilisoße habe Messner trotz der vorhergegangenen Strapazen einen "topfitten Eindruck" gemacht, so der deutsche Botschafter Hans Joachim Daerr, der zu den Gästen zählte. Messner, der den Nanga Parbat bereits zweimal bestieg, ereilte schon der Ruf der nächsten Anhöhen. In der Salzburger Felsenreitschule spricht er am 17. August zwischen zwei Kulissen-Eisbergen zum Festspielpublikum. Titel der Lesung: "Vom Überleben".

DER SPIEGEL 32/2000
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