07.08.2000

RückspiegelZitate

Die „Süddeutsche Zeitung“ zum Thema Lösegeldzahlungen für Geiseln:
Regierungen und Medien müssen über die Hintergründe zur Freilassung schweigen, weil jedes Quäntchen Information die Lage der noch festgehaltenen Geiseln verschlimmert. Jeder Hinweis auf das Erpressungspotenzial treibt die Preise nach oben und erschwert den Freikauf der Opfer ... Die Lösegeld-Gerüchte aus Jolo entfalten eine verheerende Wirkung, weil sie weltweit einladen zur Beteiligung an der scheinbar lukrativen Entführungsindustrie. Dieser Teu- felskreis lässt sich nur mit einer Methode durchbrechen: schweigen, verhandeln, zahlen und anschließend die Entführer, soweit möglich, zur Abschreckung von Nachahmern bestrafen. Die Alternative wäre, die Geiseln ihrem Schicksal zu überlassen. Bundesregierung und SPIEGEL aber scheinen ihre Fürsorgepflicht erkannt zu haben.

DER SPIEGEL 32/2000
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