14.08.2000

ARBEITSMARKTIm Osten mehr Jugendliche ohne Job

Im Juli hat die Jugendarbeitslosigkeit in den neuen Ländern erheblich zugenommen - trotz des Sofortprogramms der Bundesregierung. Nach den jüngsten Zahlen der Bundesanstalt für Arbeit ist die Arbeitslosenquote der unter 25-jährigen Ostdeutschen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Punkte auf 18,3 Prozent geklettert. Im direkten Vergleich zum Vormonat stieg die Quote sogar um 4,1 Prozentpunkte: Im Juli waren damit rund 175 000 Jugendliche im Osten arbeitslos, 39 000 mehr als im Juni. So hoch lag die Rate seit September 1998 nicht mehr. Als Hauptgrund nennt die Behörde die schwache Konjunktur in Ostdeutschland, vor allem in der Baubranche. Zudem meldeten sich immer im Juli viele Jugendliche arbeitslos, deren Ausbildungsvertrag ausgelaufen ist und die nicht übernommen werden. Auch dürften einige junge Ostdeutsche, die im Frühjahr 1999 Maßnahmen des Sofortprogramms begonnen haben, nun wieder beim Arbeitsamt vorstellig werden. Genaueres über die Ursachen des sprunghaften Anstiegs sind aber erst von einem Bericht über die Ergebnisse des Zwei-Milliarden-Projekts zu erwarten, den die Nürnberger Behörde im Herbst veröffentlichen will. Eines steht nach Ansicht eines Behördensprechers schon jetzt fest: "Ohne das Sofortprogramm wäre es noch viel schlimmer gekommen."

DER SPIEGEL 33/2000
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