14.08.2000

AUFBAU OSTBuna verschlingt acht Milliarden

Für den teuersten Privatisierungsfall der Treuhand, den Verkauf des Petrochemiekombinats Buna an Dow Chemical, steht nun die Endabrechnung fest. Die Rettung des "industriellen Kerns" (Ex-Kanzler Helmut Kohl) mit jetzt 2300 Arbeitsplätzen wird den Bund insgesamt Subventionen von 7,44 Milliarden Mark und die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt Fördergelder von 483 Millionen Mark kosten. Die Treuhand-Nachfolgerin BvS (Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben) genehmigte auf ihrer Sitzung am 12. Juli die letzte Rate an Dow für einen Verlustausgleich von 2,988 Milliarden Mark. In den übrigen Bundesbeihilfen von gut 4,4 Milliarden Mark stecken vor allem Investitionszuschüsse in Höhe von etwa 3,37 Milliarden Mark sowie knapp 900 Millionen Mark für Abriss- und Umweltmaßnahmen. Mit fast acht Milliarden Mark erhielt Buna also mehr Fördergelder als die drei Großprivatisierungen Leuna, Sket und die Ostseewerften zusammen.

DER SPIEGEL 33/2000
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