28.08.2000

NORDRHEIN-WESTFALENTödlicher Eingriff

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marga Elser, 55, die seit einer Kieferoperation vor zwei Wochen in der Wuppertaler Felderbach-Klinik im Koma liegt, ist nicht das einzige Opfer eines mutmaßlichen Kunstfehlers in der Klinik. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Todesfalles bei einem kieferchirurgischen Eingriff. Der verstorbene Patient war von Dr. Dr. Frank-Peter Spahn behandelt worden, der auch die Bundestagsabgeordnete Elser operierte. Nach Stand der Ermittlungen wurde der Abgeordneten ein Beatmungsschlauch offenbar in die Speiseröhre und nicht in die Luftröhre geschoben, daraufhin sei der Magen geplatzt. Die Frau erlitt einen Hirninfarkt. Spahn hätte die Operation gar nicht mehr vornehmen dürfen, weil ihm wenige Tage zuvor die Bezirksregierung Düsseldorf die Approbation wegen "Unzuverlässigkeit und Unwürdigkeit" entzogen hatte.

DER SPIEGEL 35/2000
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