28.08.2000

TELEKOM-ANLEIHENVerlockende Zinsen

Nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen haben die sechs erfolgreichen Bieter den Kaufpreis zunächst über Banken zwischenfinanziert. In wenigen Wochen werden sie jedoch Anleihen emittieren, um mit deren Erlös die Überbrückungskredite teilweise abzulösen. Privatanleger sollten diese Papiere jedoch meiden. Darin sind sich die Anlagestrategen vieler Banken einig. Zwar werden die Schuldverschreibungen zum Teil mit Zinsen von 6,5 bis 7 Prozent auf den Markt kommen. Das wären dann bereits rund 1,5 Prozent mehr, als Gläubiger derzeit für Staatsanleihen bekommen. Doch hinter den verlockenden Zinsen verbergen sich große Risiken. "Solange nicht klar ist, wie stark die Rating-Agenturen die Telekom-Unternehmen abwerten, sollten die Anleger die Papiere nicht kaufen", rät Klaus Huber, Anlagestratege bei der Deutschen Bank. Möglicherweise drohen massive Kursverluste. Denn ob sich die milliardenschweren Investitionen jemals rechnen, ist vorerst schwer abzusehen. Selbst der Totalausfall einer Telekom-Anleihe ist nicht ausgeschlossen.

DER SPIEGEL 35/2000
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TELEKOM-ANLEIHEN:
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