28.08.2000

INVESTMENTFONDSGarantie gegen Flops

Die Unsicherheit an der Börse treibt viele Anleger zu den so genannten Garantiefonds, die Mitte der neunziger Jahre erfunden wurden: Fonds, die auch bei einem Kursverfall das eingezahlte Kapital am Ende der Laufzeit meist zu 95 bis 100 Prozent zurückzahlen. Für die Investmentgesellschaften ist dies nur bei einem schweren Börsencrash ein Verlustgeschäft, denn sie setzen einen großen Teil der eingezahlten Gelder zur Risikoabsicherung ein. Bei steigenden Kursen machen die Gesellschaften hohe Gewinne, weil die risikoscheuen Anleger nur zu einem Teil an Kurssteigerungen profitieren, manchmal nur zu 60 Prozent. Die Wertentwicklung der mittlerweile rund 40 Garantiefonds, die in Aktien oder aktienähnlichen Papieren investieren, ist zumeist bescheiden: So brachte der größte Fonds, der Activest Lux Top Welt Garantie, in diesem Jahr 1,1 Prozent. Wie bei "normalen" Fonds können die Sparer unter zahlreichen Garantiefonds wählen, die beispielsweise nur in Internet-Aktien, in asiatische Titel oder in europäische Standardwerte investieren. Wer eine - auch längere - Flaute an der Börse aussitzen kann, verdient in der Regel mehr mit einem normalen Aktienfonds oder einer Direktanlage in Aktien.

DER SPIEGEL 35/2000
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INVESTMENTFONDS:
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