28.08.2000

FERNSEHENStar-Duo bei Phoenix

Mit prominenten Moderatoren will der öffentlich-rechtliche "Ereigniskanal" Phoenix ab Herbst stärker auf sich aufmerksam machen und seinen bisher mickrigen Marktanteil (insgesamt 0,4 Prozent) steigern. So soll der frühere ARD-Studioleiter Martin Schulze, 63, ("Bericht aus Bonn") künftig an rund zehn Abenden im Monat auftreten - in der Sendung "Schwerpunkt" (Montag bis Donnerstag) mit Talkrunden, Filmen und Zuschauerfragen zu einem aktuellen Ereignis. Freitags dann wird Schulze, der zuletzt beim deutsch-französischen Kulturkanal Arte politische Themenabende leitete, 45 Minuten lang einen Gast auch zu Persönlichem befragen - nach dem Vorbild des US-Talkmasters Larry King, der mit breiten Hosenträgern und ungewöhnlichen Fragen zum Star wurde. Um den parteipolitischen Proporz zu karikieren, soll Schulze, der als SPDnah gilt, mit roten Hosenträgern auftreten - und ein zweiter, konservativer Moderator mit schwarzen. Für diese Rolle ist der kauzige ZDF-Mann Bodo Hauser ("Frontal"), 54, in der Diskussion, der vergangenen Freitag zum Co-Geschäftsführer des ARD-ZDF-Gemeinschaftskanals Phoenix ernannt wurde. Das neue Angebot solle "das Profil des Senders abrunden", sagt Programmchef Klaus Radke. Daneben wird künftig der sonntägliche "Presseclub" im Ersten eine 15-minütige Verlängerung bei Phoenix erfahren: Die sechs Journalisten diskutieren dann live mit den Zuschauern.

DER SPIEGEL 35/2000
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