28.08.2000

NAHOSTGewaltenteilung für Jerusalem

Saudi-Arabien und die fünf arabischen Golf-Monarchien haben gemeinsam eine Expertenkommission gebildet, um ein Modell zur Lösung der Jerusalem-Frage auszuarbeiten. Bislang droht der nahöstliche Friedenspoker vor allem an der Statusfrage der Heiligen Stadt zu scheitern. In Absprache mit PLO-Führer Jassir Arafat versuchen die arabischen Diplomaten gemeinsam mit Nahost-Experten in London und Paris, einen Kompromiss auszuarbeiten, der sowohl die Souveränitätsansprüche der Israelis wie auch die Forderungen der Palästinenser nach Hoheitsrechten befriedigen könnte. Die Vorschläge der geheimen Arbeitsgruppe lehnen sich eng an die Vorstellungen des Vatikans an. Sie sehen für die Altstadt von Jerusalem eine Sonderregelung vor, die auf einer für beide Seiten gesichtswahrenden "Gewaltenteilung" basiert. Als Regierungssitz für Palästina-Präsident Jassir Arafat und seine Minister ist das Orienthaus vorgesehen, das außerhalb der Altstadt liegt und von den Israelis heute schon als "Arafat House" akzeptiert wird.

DER SPIEGEL 35/2000
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