28.08.2000

BUCHMARKTRote Sonne über Afrika

In den Bücherstuben wildert mal wieder der Neidhammel: Corinne Hofmanns Bestseller "Die weiße Massai" - 1998 erschienen, in zehn Sprachen übersetzt, zur Verfilmung vorgesehen - hat die Verlage nicht ruhen lassen. Droemer Knaur, der den Hofmann-Hit als Taschenbuch herausgebracht hat, lässt jetzt Cornelia Canady "Tränen am Oubangui" vergießen, Ullstein "Die weiße Hexe" von Ilona Maria Hilliges auftreten, Heyne die Romane "Nirgendwo in Afrika" und "Irgendwo in Deutschland" von Stefanie Zweig als Taschenbuch auflegen. Doch was immer die weißen Frauen von schwarzen Männern beichten und berichten - die vier Buchdeckel erröten schamlos ähnlich: Auf jedem Cover recken sich die Äste afrikanischer Schirm-Akazien vor glühendem Abendhimmel. Eine unfreiwillig einleuchtende Idee: Die untergehende Sonne erhellt auch die Verkaufsmaschen des Literaturbetriebs.

DER SPIEGEL 35/2000
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