25.09.2000

STEUERFAHNDUNGNeue Ermittlungen gegen Kiep

Vergangenen Donnerstag haben hessische Steuerfahnder die Villa des früheren CDU-Bundesschatzmeisters Walther Leisler Kiep in Kronberg und dessen Büroräume in Frankfurt durchsucht. Grund: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat gegen den Ex-Politiker ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Nach Einschätzung früherer Weggefährten gehen die Ermittler der Frage nach, ob Kiep von der Auflösung einer CDU-Schwarzgeldquelle, der Liechtensteiner Stiftung "Norfolk", finanziell profitiert habe. Von den auf einem Konto der Stiftung zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen rund 1,5 Millionen Schweizer Franken soll Kiep rund 500 000 Franken erhalten haben. Entsprechende Angaben hatten der frühere CDU-Generalbevollmächtigte Uwe Lüthje und CDU-Finanzberater Horst Weyrauch gemacht. Lüthje und Weyrauch wollen sich die restliche Million geteilt haben. Kiep bestreitet die Entgegennahme des Geldes.

DER SPIEGEL 39/2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 39/2000
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

STEUERFAHNDUNG:
Neue Ermittlungen gegen Kiep