11.12.2000

RENTEVerbraucherschützer kritisieren Riester

Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AGV) kritisiert massiv die Rentenpläne von Arbeitsminister Walter Riester. Dessen Reformentwurf mache "das Steuerrecht noch komplizierter und undurchschaubarer" und führe zu einer "unangemessenen Bevorzugung von Besserverdienenden", heißt es in der AGV-Stellungnahme zur Gesetzesanhörung diese Woche im Bundestag. Insbesondere beklagen die Verbraucherverbände, dass gut verdienende Ehepaare künftig bis zu 8000 Mark pro Jahr für ihre private Altersvorsorge von der Steuer absetzen können. Niedrigverdiener erhielten dagegen lediglich eine Zulage von maximal 600 Mark. Auch der Zeitplan für die Reform stößt bei den AGV-Experten auf Widerstand. Weil Riester die staatliche Förderung erst bis zum Jahr 2008 auf ihre volle Höhe steigern will, prognostizieren die Verbraucherschützer für viele Arbeitnehmer "Schwierigkeiten, eine ausreichend hohe private Zusatzsicherung im Alter zu erreichen". Bessere Riester seinen Plan nicht deutlich nach, so die Stellungnahme, sei die Akzeptanz der gesamten Reform "in Gefahr".

DER SPIEGEL 50/2000
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RENTE:
Verbraucherschützer kritisieren Riester

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