11.12.2000

GELDANLAGEWacklige Zusatzrente

Rund 200 000 Sparer bangen um ihre Zusatzrente: Die Göttinger Gruppe, eine seit Jahren umstrittene Anlagegesellschaft, hat den Vertrieb ihrer "SecuRente" eingestellt. Bei diesen Sparverträgen, die die Göttinger Gruppe zu einem guten Teil mit aggressiven Vertriebsmethoden hereingeholt hat, könne es sich, so der Verdacht des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen, um ein modifiziertes Schneeballsystem handeln - Auszahlungen würden mit frisch eingezahlten Geldern ermöglicht. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen die Firma. Die Sparverträge versprachen den Anlegern eine sichere Zusatzversorgung fürs Alter; das Geld der Anleger floss in schwer durchschaubare Beteiligungen. Bei der SecuRente sei "neues Geld systembedingt notwendig", urteilt Axel Prümm, Chefredakteur des Branchendienstes "Kapitalmarkt intern". Nach der Einstellung des Vertriebs "werden die im Prospekt versprochenen Renditen nicht erzielt werden können".

DER SPIEGEL 50/2000
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