11.12.2000

MODEZu schade fürs Bett

Ein bisschen Schläfrigkeit steht Frauen gut, finden jedenfalls die Modemacher. Sobald es wärmer wird im kommenden Frühjahr, darf der Proust-Look ausprobiert werden - frei nach dem Schriftsteller, der nur selten und ungern seine Bettstatt verließ. Zum Glück haben die Designer nicht die durch Doris Day bekannte Methode, den Pyjama zum Allzweck-Hausanzug zu erklären, neu aufgelegt; stattdessen verwandeln sie das Schlummerteil in einen hellwachen Muntermacher: Mal wird es elegant, mal sportiv kombiniert. In Michael Kors' neuer Kollektion darf eine seidene Pyjamahose, mit Gürtel unterm edlen Mantel getragen, auch in die Oper ausgeführt werden. Und Wolfgang Joops Satin-Zweiteiler sind sichtbar zu schade für Kissenschlacht und Bettgeflüster. Chronisch Verschnarchten sei dennoch von der Faulenzermode abgeraten. Ins schmeichelnde Pyjamajäckchen gehüllt, signalisiert die Haut dem Gehirn nur eines: Bitte weiterschlafen.

DER SPIEGEL 50/2000
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