11.12.2000

Kino in Kürze„Brendan trifft Trudy“.

Ja, aber müssen wir dabei zusehen? Der irische Bestsellerautor und Ex-Lehrer Roddy Doyle hat, nachdem einige seiner Werke erfolgreich verfilmt wurden ("Die Commitments", "The Snapper"), in diesem ziemlich zerfransten Originaldrehbuch offenbar alle cineastischen Vorlieben und autobiografischen Anspielungen untergebracht, die er sich in seinen Romanen verkneift. Sein Filmheld Brendan ist ein linkischer Lehrer, der seine Abende vor dem Videorecorder verbringt, um von John Wayne zu lernen, wie man einen großen Auftritt hinlegt. Erst als er die temperamentvolle Trudy kennen lernt, gerät Brendans Leben in Wallung - und prompt durchlebt er lauter große Szenen der Filmgeschichte, von "Außer Atem" bis "Sunset Boulevard". Auch die Handlung - zu ungleichen Teilen Liebesgeschichte, Lustspiel und Krimi - kann das Gefühl nicht zerstreuen, statt eines Films (Regie: Kieron J. Walsh) bloß den Zettelkasten eines Leinwandliebhabers vorgeführt zu bekommen.

DER SPIEGEL 50/2000
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