11.12.2000

THEATERWunder an der Waterkant

Andernorts tobt derzeit ein heftiger Kampf um die Zukunft der örtlichen Bühnen. In Bremerhaven jedoch hat sich die von Arbeitslosigkeit geplagte, klamme Kommune aufgerafft, ihr traditionsreiches Stadttheater vor dem Niedergang zu bewahren. 1911 gebaut und nach dem Krieg 1952 wieder errichtet, war das Gebäude baufällig geworden. Fischköppe in der Stadtverwaltung erwogen schon, das Haus zu schließen. Doch sie hatten nicht mit Intendant Peter Grisebach, 47, gerechnet. In mühevoller Überzeugungsarbeit trichterte er Bürgern, Politikern und Geschäftsleuten der Stadt an der Waterkant die Botschaft ein: Bremerhaven braucht sein Theater. Das Ergebnis der Kampagne: Das Haus wurde für mehr als 60 Millionen Mark saniert, alle Sparten bleiben erhalten, und Weihnachten ist Bescherung. Dann wird "das Wunder von Bremerhaven" (Grisebach) mit Verdis Oper "Attila" festlich begangen.

DER SPIEGEL 50/2000
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THEATER:
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