11.12.2000

GESUNDHEITSPOLITIKAbtreibungsklinik ahoi!

Weltweit sterben Jahr für Jahr schätzungsweise über 60 000 Frauen an den Folgen verpfuschter Abtreibungen. Denn in vielen Ländern ist der Eingriff illegal und wird daher von unprofessionellen Engelmachern vorgenommen. Nun will eine holländische Ärztin Abhilfe schaffen - von einem Schiff aus. Rebecca Gomperts, 34, eine Frauenärztin aus Amsterdam, will ab dem nächsten Jahr mit einer schwimmenden Abtreibungsklinik auf Weltreise gehen, vor allem nach Afrika und Südamerika. "Solange wir uns außerhalb der Zwölfmeilenzone aufhalten, gilt an Bord niederländisches Recht, egal vor welchem Land wir ankern", sagt Gomperts, die eine Seemannsschule besucht und für Greenpeace als Schiffsärztin gearbeitet hat. Der Operationsraum soll in einem Container untergebracht werden, auf einem gecharterten Schiff vertäut. Um die Mindestkosten von rund einer halben Million Mark tragen zu können, sammelt Gomperts Spenden und hat gemeinsam mit einem halben Dutzend Mitarbeiterinnen den Verein "Women on Waves" gegründet.

DER SPIEGEL 50/2000
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