18.06.2001

MANAGERBangemann bleibt und kassiert weiter

Martin Bangemann bleibt der spanischen Telefongesellschaft Telefónica als Berater erhalten. Die spanische Zeitung "El País" hatte gemeldet, Bangemanns Vertrag laufe Ende Juni aus und werde von Telefónica-Chef César Alierta, der Bangemann angeblich nicht besonders schätzt, nicht verlängert. Und die "FAZ" hatte bereits kommentiert, damit stehe das Kapitel "Bangemann und Telefónica" vor einem wenig rühmlichen Ende. Der umstrittene Wechsel des prominenten FDP-Politikers aus der Brüsseler EU-Kommission, wo er für den Bereich Telekommunikation zuständig war, in die freie Wirtschaft verursachte vor zwei Jahren großen Wirbel. Aus Furcht, Bangemann könnte Insiderwissen preisgeben, zwang Brüssel ihn, seinen Amtsantritt bei der Telefónica um ein Jahr zu verschieben. Sein Fünf-Jahres-Vertrag, den er 1999 mit Alierta-Vorgänger und Bangemann-Freund Juan Villalonga abgeschlossen hatte, läuft deshalb noch bis 2005. Ein vorzeitiger Ausstieg der Telefónica ist vertraglich ausgeschlossen - es sei denn, Alierta zahlt das gesamte noch ausstehende Salär von insgesamt fast fünf Millionen Mark. Ein Insider: "Daran denkt der sparsame Telefónica-Chef nicht im Traum."

DER SPIEGEL 25/2001
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