25.06.2001

THEATERShakespeare am Netz

Es gibt Projekte, die können nur mit einer gehörigen Portion Größenwahn gelingen. Shakespeares Grübel-Drama "Hamlet" stellt der Berliner Schauspieler und Medienkünstler Herbert Fritsch, 50, seit April ins weltweite Web. Zunächst hatten Schauspieler wie Martin Wuttke und Margarita Broich Filmszenen auf Basis des Originaltextes (in der Übersetzung von Schlegel/Tieck) produziert, doch die reichten Fritsch nicht. Er ergänzt sie durch 111 frei dazu erfundene Statements von Untergebenen am dänischen Hofe: Köche, Pförtner und ähnliche Dienstleister geben eine Art Sozialkommentar zum Königsdrama ab. Einen "virtuellen Irrgarten" will Fritsch in Kooperation mit der Berliner Volksbühne auf diese Weise schaffen - unter der Adresse www.hamlet-x.de ist er peu à peu zu besichtigen. Erste Ergebnisse der Hamlet-Verarbeitung stellt Fritsch am Montag und Dienstag dieser Woche in der Volksbühnen-Spielstätte "Prater" vor - live und leibhaftig.

DER SPIEGEL 26/2001
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