08.10.2001

KONZERNEMilliarden-Abschreibung nötig

Den VW-Konzern kommt der Versuch, das Unternehmen durch den Rückkauf eigener Aktien vor einer feindlichen Übernahme zu schützen, jetzt teuer zu stehen. Die Wolfsburger halten knapp zehn Prozent der eigenen Aktien (rund 41,7 Millionen) und müssen für sie im dritten Quartal eine Abschreibung von knapp 1,4 Milliarden Mark bilden. Grund: Die VW-Stammaktie, die Ende des zweiten Quartals an der Börse noch mit 55,20 Euro notiert wurde, war Ende des dritten Quartals nur noch 38,30 Euro wert. Wenn sich der Kurs bis Jahresende nicht erholt und den Jahresabschluss entsprechend belastet, kann Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch sein Ziel einer Umsatzrendite von 6,5 Prozent kaum erreichen. Andere deutsche Unternehmen, die eigene Aktien halten, werden von Kursrückschlägen nicht so stark getroffen. Sie besitzen entweder nur einen deutlich geringeren Anteil, oder sie haben die Aktien direkt nach dem Kauf eingezogen und sofort abgeschrieben wie beispielsweise Siemens und BASF. Die beiden Konzerne hatten die Aktien nicht als Schutz vor einer feindlichen Übernahme erworben, sondern um sie vom Markt zu nehmen und zu vernichten. Ziel dieser Aktion: Sie bewirkt eine Bilanzkonsolidierung. Das Grund- und das Eigenkapital des Unternehmens verringern sich. Zudem steigt bei verringerter Anzahl von Aktien der Gewinn je Anteilsschein.

DER SPIEGEL 41/2001
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KONZERNE:
Milliarden-Abschreibung nötig

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