08.10.2001

AKTIENAuf Schnäppchenjagd

Nach den Terroranschlägen und den darauf folgenden Kursstürzen gehen deutsche Fondsmanager wieder auf Einkaufstour - und suchen deshalb nach Aktien, die zu Unrecht tief gefallen sind. "Die ängstlichen Anleger haben ihre Papiere längst verkauft", sagt der Münchner Vermögensverwalter Jens Ehrhardt - und erwartet, dass sich vor allem solide Dax-Werte in den nächsten zwei, drei Monaten erholen. Er setzt beispielsweise auf BMW, ein in seinen Augen "gut geführtes Unternehmen, das auch gutes Geld verdient". Für aussichtsreich hält er auch die im Bereich Spezialchemie tätige Degussa oder die Linde AG. Einige seiner Kollegen picken sich dagegen vor allem Werte heraus, die mittlerweile unter ihrem Buchwert notieren, die also billiger gehandelt werden als alle ihre Vermögenswerte zusammen. Dazu zählen laut Hans-Peter Schupp von der Julius Bär Kapitalanlage AG vor allem die Vorzugsaktien von Volkswagen. Der Buchwert des Unternehmens liegt nach HGB-Bilanzrichtlinien bei etwa 27 Euro pro Aktie, durch die Bilanzierung nach der international üblichen IAS-Methode werde sich der Buchwert im kommenden Jahr jedoch fast verdoppeln, so Schupp. Auch Tanja Steffens, Fondsmanagerin bei Hansainvest in Hamburg, setzt auf Firmen, die "derzeit am oder unter ihrem Buchwert notieren, beispielsweise ThyssenKrupp, Lufthansa oder Commerzbank".

DER SPIEGEL 41/2001
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AKTIEN:
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