08.10.2001

ÜBERNAHMENInteressenkonflikte bei der Dresdner

In der Übernahmeschlacht zwischen den beiden Wälzlagerherstellern FAG Kugelfischer und INA offenbaren sich bei der Dresdner Bank immer wieder heikle Interessenkonflikte. Zurzeit rät sie ihren Kunden, die Aktien der Schweinfurter FAG an den Konkurrenten INA zum Preis von elf Euro zu verkaufen. Denn die bisherige Hausbank der FAG hat die Seiten gewechselt und berät zusammen mit der Deutschen Bank die INA. Doch noch Anfang September, kurz vor dem Seitenwechsel, schrieb Marcus Storr, Analyst bei der Londoner Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein, eine Kaufempfehlung für die FAG. Innerhalb von sechs Monaten sei trotz der schlechteren Wirtschaftsaussichten für Europa ein Kursziel von zehn Euro erreichbar. Wenn man aber die künftigen Erträge der Gesellschaft auf den Gegenwartswert diskontiere, sei ein Aktienkurs von zwölf Euro gerechtfertigt. Insbesondere die globale Allianz der FAG mit dem japanischen Konzern NTN stimmten Storr optimistisch. Anleger sollten in diesem Fall eher dem Analysten als der Bank vertrauen und abwarten: Möglicherweise kommt noch ein besseres Angebot auf den Tisch.

DER SPIEGEL 41/2001
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