08.10.2001

Kino in Kürze„America's Sweethearts“

ist einer jener Hollywood-Filme, die aussehen, als hätte der Regisseur sich bei der Arbeit nicht aus dem Fond einer Stretchlimousine herausbequemt. Alles sehr ausgeruht, aber bestens geschmiert nach dem Rezept: Tun wir für die Dauer einer turbulenten kleinen Komödie mal so, als ließen wir das Publikum hinter unsere Hollywood-Kulissen gucken! Also spielt Catherine Zeta-Jones eine rasend glamouröse, aber auch rasend zickige Diva, Billy Crystal (der auch das Drehbuch mitverfasst hat) stellt ihren schnöselig-wieseligen PR-Manager dar, der eine dumpfe Journalistenmeute herumscheuchen darf, und Julia Roberts in der Rolle des mauerblümchenhaften Aschenputtel-Schwesterchens ist stets zu Diensten, wenn die Diva jemanden braucht, um eine besonders üble Laune auszulassen. Männer sind natürlich auch involviert, und alle Beteiligten machen - mit jenem unübersehbaren Zwinkern, das Selbstparodie signalisiert - ihre Sache, von sich selbst entzückt, ganz entzückend. Zwar bleibt alles arg harmlos, und der Schwung des Komödienkarussells erlahmt ein wenig zu rasch, doch wer sich amüsieren will, wird sich die Laune dadurch nicht verderben lassen.

DER SPIEGEL 41/2001
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