08.10.2001

KulturSachbücher-Tipps

Bernd Roeck: "Florenz 1900. Die Suche nach Arkadien". C. H. Beck, München; 336 Seiten; 58,90 Mark.
Mekka für Baedeker-Touristen, Refugium vieler Künstler und Gelehrten war die Arno-Stadt einst. Das fesselnd erzählte Epochenporträt nutzt den genialischen Kulturforscher Aby Warburg als Leitfigur. -------------------------------------------------------------------
Christian Geyer (Hrsg.): "Biopolitik. Die Positionen". Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main; 304 Seiten; 19,90 Mark.
Stimmen zur Debatte um Forscherehrgeiz und Menschenwürde - der Herausgeber hält eine "grundsätzliche Wahl" für ethisch unausweichlich. -------------------------------------------------------------------
Soma Morgenstern:
"Kritiken, Berichte, Tagebücher". zu Klampen, Lüneburg; 780 Seiten; 128 Mark.
Schlussband einer editorischen Großtat: Bissig-brillant würdigt der Kulturbeobachter und spätere Emigrant hier Zeitgenossen, von Kafka bis Strawinski. -------------------------------------------------------------------
Keith Devlin: "Das Mathe-Gen". Klett-Cotta, Stuttgart; 376 Seiten; 44 Mark.
An vergnüglichen Beispielsfällen belegt der US-Wissenschaftler, wie verwandt mathematisches Denken mit dem ist, was jeder kann: sprechen. -------------------------------------------------------------------
Gustav Seibt: "Rom oder Tod". Siedler, Berlin; 364 Seiten; 49,90 Mark.
Sogar ein Gefecht mit päpstlichen Truppen gab es zum Abschluss: Magistrale Chronik vom Kampf italienischer Patrioten um ihre künftige Hauptstadt. -------------------------------------------------------------------
Baltasar Gracián: "Das Kritikon". Aus dem Spanischen von Hartmut Köhler. Ammann, Zürich; 1016 Seiten; 98 Mark.
Auf dem Titel steht zwar "Roman", aber dahinter verbirgt sich ein Panoptikum barocker Lebensklugheit. Jetzt ist der Wunder-Wälzer aus Spanien endlich glänzend übertragen und erläutert: etwas für Feinschmecker. -------------------------------------------------------------------
Friedgard Thoma: "Um nichts in der Welt. Eine Liebe von Cioran". Weidle, Bonn;
140 Seiten; 38 Mark.
Der große alte Todes-Aphoristiker als Liebhaber: ein intimes Brief-Drama vom Funkeln des Geistes und von der Wehmut des Alters. -------------------------------------------------------------------
"Deutsche Biographische Enzyklopädie".
Deutscher Taschenbuch Verlag, München; 10 Bände mit 7100 Seiten; 498 Mark.
Leute, Leute: Über 60 000 auf einen Schlag, samt Vita und Werk-Hinweisen. Erste Hilfe für Wissbegierige oder sehr persönlicher Einstieg in die deutsche Kulturgeschichte - dieser Nachdruck macht das Groß-Werk erschwinglich. -------------------------------------------------------------------
"Das Hausbuch". Phaidon, Berlin; 512 Seiten; 98 Mark.
Das reich bebilderte Kompendium zeigt Wohnstätten aller Epochen, Stile und Weltgegenden. Hütte und Palast, Single-Zelle und Termitenhügel: ein Streifzug zum Staunen.

DER SPIEGEL 41/2001
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