08.10.2001

Monika Griefahn

Monika Griefahn, 47, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, geht in die Offensive, nachdem ein Sprecher der weltbekannten Berliner Philharmoniker die Forderung nach Etaterhöhung um zwei Millionen Mark mit dem Hinweis begründet hatte, der hauptstädtische Klangkörper sei nicht "das Symphonieorchester aus Winsen an der Luhe". Diese Stadt liegt im Wahlkreis der Kulturpolitikerin, im Landkreis Harburg. Nun plant Griefahn als Antwort auf die Berliner Anzüglichkeit die Produktion einer CD mit dem schönen Titel "Musik aus dem Landkreis". Die philharmonischen Berufsmusiker sind als "Gastakteure herzlich eingeladen", so die künftige Musikproduzentin, "damit die sich eine Vorstellung von unserer Musikalität machen können". Mitmachen bei der CD, hofft die Kulturschaffende, werden auch in ihrem Wahlkreis ansässige Prominente wie die "Mutter der Nation", Inge Meysel, der Ex-Boxweltmeister Max Schmeling sowie der "Modern Talking"-Sänger und Partygänger Dieter Bohlen. "Wenn es sein muss", droht die resolute Politikerin, "singe ich auch mit."

DER SPIEGEL 41/2001
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