15.10.2001

Was haben Sie da gedacht, Frau Ahrweiler?

Die Obdachlose Charlotte Ahrweiler, 68, über die Folgen der Hamburger Bürgerschaftswahlen
"Jeder Wähler ist wichtig, heißt es doch immer. Deshalb habe ich mich für die Wahl angemeldet - wir Obdachlosen können nämlich, da wir keinen festen Wohnsitz haben, nicht automatisch wählen. Ich wusste schon, wo ich mein Kreuz machen werde: bei der FDP. Ich bin nicht gerade die besser verdienende FDP-Wählerin, aber vor ein paar Monaten war bei uns in der Mission ein Mann von der FDP, der hat versprochen, mir zu helfen. Dass die FDP sich mit Schill zusammengetan hat, ist mir egal. Ich finde den zwar schrecklich arrogant, aber was er vorhat, ist für mich nicht unangenehm. Soll er doch die Bettler von der Straße holen - dann können die mich nicht mehr wegdrängeln, wenn ich mir mit meinem Akkordeon ein paar Mark verdienen will."

DER SPIEGEL 42/2001
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