28.01.2002

GESTORBENFritz Vincken

Fritz Vincken, 69. Auf seiner Hochzeitsreise blieb der Bäcker in Hawaii hängen, bezahlte sein Hotelzimmer mit selbst gebackenen Plätzchen und betrieb am Ende eine Konditorei mit drei Läden in Honolulu. Weltruhm erfuhr er, als US-Präsident Ronald Reagan auf seinem Deutschlandbesuch 1985 eine Geschichte des Knaben Vincken aus dem Jahre 1944 ans Licht zog: Da feierten Mutter und Sohn Vincken in der Christnacht mitten in der Ardennen-Offensive mit drei amerikanischen und vier deutschen Soldaten gleichzeitig in ihrer Ardennen-Hütte, und Fritzchen, 12, besorgte den Weihnachtsbraten. Einen der GIs fand Vincken 1996 wieder - den Veteran Ralph Blank, der ihm sagte: "Ihre Mutter rettete mein Leben." Das war für Vincken der "Höhepunkt meines Lebens". Schwer krank, verkaufte er seine Bäckerei und zog in den US-Staat Oregon, von wo er nach deutschen Kriegsverbrechern fahndete. Fritz Vincken starb, wie erst jetzt bekannt wurde, am 8. Dezember 2001.

DER SPIEGEL 5/2002
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GESTORBEN:
Fritz Vincken

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