25.03.2002

SACHBUCHLeitfaden für Weltverbesserer

Klimaveränderung, Missernten, Armut, Flüchtlingselend - daran ist die Globalisierung schuld. Und der freie Handel ist kein Garant für den steigenden Wohlstand der Welt, sondern lediglich die Freiheit einiger Großkonzerne, überall Menschen und Umwelt ausbeuten zu können. So jedenfalls sehen es Globalisierungsgegner, und oft werden ihre Argumente als gut gemeinte Plattheiten abgetan. Doch was prominente Vordenker wie Jerry Mander oder Naomi Klein im "Schwarzbuch Globalisierung" zusammengetragen haben, klingt nicht nach abgestandener Ideologie und linkem Besserwissertum: Manche der kritischen Aufsätze sind durchaus überzeugend, viele Beiträge sind diskussionswürdig. Kaum ein Themengebiet haben die Herausgeber ausgelassen, allerdings haben nicht alle Beiträge die gleiche Relevanz: Oder muss man wirklich wissen, welchen Einfluss die weltweite Verbreitung der Popmusik auf die Arbeitsmöglichkeiten der Steelbands auf Trinidad hat? Dennoch ist das Schwarzbuch eine gute Argumentationshilfe für Gegner der Globalisierung - und für die Befürworter eine Herausforderung. Und unbefangene Leser werden zumindest die Dringlichkeit des Themas begreifen.
Jerry Mander, Edward Goldsmith (Hg.): "Schwarzbuch Globalisierung". Riemann Verlag, München; 524 Seiten; 24,90 Euro.

DER SPIEGEL 13/2002
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SACHBUCH:
Leitfaden für Weltverbesserer

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