18.05.2002

BAYREUTHDas herrscherliche Wurzelweib

Mehr als zwei Jahrzehnte war Winifred Wagner Hitlers Bayreuther Statthalterin und seitdem in Verruf. Jetzt wirbt die Historikerin Brigitte Hamann in der ersten gründlichen Winifred-Biografie um Verständnis für die starrsinnige Nazi-Größe.
Getöse gehört zu Richard Wagner wie Tristan zu Isolde. Der Mann war als genialer Gesamtkunstwerker und als schwafelnder Weltendeuter maßlos, und maßlos ist auch das literarische Tamtam, das ihm nachhallt. Selbst gusseiserne Wagnerianer müssten den Papierkrieg um ihn inzwischen über haben; genug Getöse.
Doch dann ist da ja noch Bayreuth. Hier stehen Festspielhaus und Villa Wahnfried, die beiden Kathedralen der Wagner-Kirche. Über Jahrzehnte war der Grüne Hügel das Zentralmassiv ideologisch verblendeter Fanatiker, und immer noch sind die braunen Schwaden nicht völlig verdunstet. Und Wahnfried steht da als pompöses Tollhaus, in dem sich ein verzankter Clan bis aufs Blut bekriegt - ein Gemetzel von zeitlosem Unterhaltungswert. So bleibt auch Bayreuth Thema; nicht kleinzukriegen.
Dazu noch Hitler. Das Monster des 20. Jahrhunderts, aber halt auch er Wagner-Narr, Bayreuth-Pilger, Förderer der Festspiele und Freund der Familie. Dieser großdeutsche Schlächter bekommt beim Geflimmer der "Lohengrin"-Geigen feuchte Augen und hört in all dem Bayreuther Wagalaweia noch 1944 "die Flügel der Siegesgöttin rauschen"; fast eine Lachnummer.
"Hitlers Bayreuth", so der Alternativtitel einer neuen historischen Untersuchung, klingt unter dem Aspekt, dass inzwischen wohl alles zur Sache gedruckt ist, nicht unbedingt originell. Aber die aus Essen stammende Kaufmannstochter und Wahl-Wienerin Brigitte Hamann, 61, die sich - Historikerin und Journalistin - spätestens 1996 mit ihrem Buch "Hitlers Wien" als profunde Wissenschaftlerin und schnörkellose Autorin ausgewiesen hat, liefert mehr als ein Remake aktenkundiger Vorgänge**. Sie hat, bei Gelegenheit, ein Menschenbild entzerrt.
Denn ihre präzise Chronik aus Nazi-Bayreuth (samt Präludium und Nachspiel) ist auf voller Länge um jene Frau zentriert, ohne deren Fanatismus die Festspielgeschichte anders verlaufen wäre: Winifred Wagner, Richards Schwiegertochter, die Mutter des amtierenden Festspielchefs Wolfgang, unstreitig das umstrittenste Mitglied dieses unseligen Clans.
Endlich, da ist sie nun: die erste große, die erste faire Biografie über die First Lady in Hitlers Bayreuth, so schonungslos, wie es diesem eilfertigen, verbohrten, unbelehrbaren NSDAP-Mitglied Nummer 29349 zukommt, aber eben nicht so gnadenlos wie das Urteil, mit dem die Nachkriegswelt Winifred in den Grund und Boden des Grünen Hügels verwünscht hat.
Hamann schreibt Klartext, ohne Galle und falsche Güte, stattdessen mit dem Be-
mühen um Gerechtigkeit; dies ihr nobelstes Verdienst. Unvermeidlich, dass die Stofffülle noch einen Wälzer liefert. Gut denn, da haben wir es - ein gigantisches Geschichtsprotokoll und, als roter Faden durchs braune Gedünst, die Lebensgeschichte einer ebenso bedenklichen wie denkwürdigen Frau.
Als die 18-jährige englische Waise Winifred Marjorie Williams am 22. September 1915 auf dem Bayreuther Familiensitz Wahnfried den 28 Jahre älteren Komponisten Siegfried Wagner heiratet, den einzigen Sohn von Allvater Richard und seiner "hohen Frau" Cosima, liegt das romanhaft-romantische Entree in eine einzigartige Karriere bereits hinter ihr.
Die schwer kranke Winifred musste, da war sie neun, auf Betreiben ihres Kinderheims in Sussex für ein paar Wochen auf Luftveränderung. Das kinderlose, schon ältliche Ehepaar Klindworth in Berlin, entfernte Verwandte und deutsche Staatsbürger, war bereit, die Kleine für sechs Wochen aufzunehmen - ein Ortswechsel mit lebenslangen Folgen.
Bei den Klindworths war Wagner Hausgott. "Täglich hörte ich die Klänge Wagnerscher Musik", erinnert sich das Kind später. Gelegentlich schickte Klindworth der Bayreuther Cosima einen Gruß und entrüstete sich, dass "die grauenhafte Meute der jüdischen Presse und Rasse" mal wieder "gegen das Göttliche", die Welt Wagners, "getobt" habe. So kommt Klein-Winifred, nichts ahnend, in die rechte Stimmung für eine völkische Berufung.
Im Sommer 1914 reisen der greise Klindworth und Winifred zu den Generalproben der Festspiele. "Ich freue mich wie ein Schwein", schreibt der Teenager. An sechs Abenden gleich eine volle Dröhnung: der ganze "Ring", "Fliegender Holländer", "Parsifal"; ein Schub fürs Leben.
In einer Pause lernt Winifred den Festspielleiter kennen. Siegfried erweist sich mit seiner "schönen warmen Stimme" und "seinen wundervollen blauen Augen" auf Anhieb als das "unerreichbare Ideal meiner Träume". "Von diesen Stunden an", so Winifred, "existierten für mich nur noch Wagner und die Bayreuther Welt" - bis Hitler auftauchte, der wahre Traummann.
Schon im Herbst 1923, bei seinem zweiten Bayreuth-Besuch, betrat er, auf Einladung Winifreds, erstmals "voller Ehrfurcht" die Wagner-Villa, besuchte Richards Grab und lernte auch die Komponisten-Enkel, Wieland, 6, Friedelind, 5, Wolfgang, 4, und Verena, 3, kennen. "Ein prachtvoller Mensch, die echte deutsche Volksseele", jubelt Siegfried.
Im November ist das junge Wagner-Paar Zeuge von Hitlers Putschversuch in München. Dieser Mann, berichtet Winifred später daheim, werde schon noch, Siegmund aus der "Walküre" vergleichbar, "das Schwert aus der deutschen Eiche ziehen".
Doch zunächst muss er in der Festung Landsberg einsitzen. Winifred schickt dem Häftling regelmäßig Briefe, mal ein "Krampuspackerl", dann "ein Mordspaket" mit "Strümpfen und Futterzeug". Kurz vor Weihnachten richtet sie in Wahnfried sogar eine regelrechte Sammelstelle für Landsberger Liebesgaben ein: "Entweder wird er unser Erretter, oder man lässt ihn, den körperlich Zarten - im Kerker elend untergehen! Dann aber, wehe Deutschland!!!"
Noch immer, seit dem Weltkriegsjahr 1915, ist das Bayreuther Festspielhaus dicht, die Wagnersche Familienkasse inzwischen leer; Inflation. Dennoch versuchen die Wagners im Sommer 1924 mit angeblich 30 000 Mark einen Neustart. Die komplette Organisation liegt bei Winifred, da Siegfried als Komponist und Dirigent meist außerhalb tourt. Er habe, schreibt Hamann, "seine energische Frau vor allem dann eingesetzt, wenn er sich nicht traute, unpopuläre Maßnahmen zu treffen". Sie hatte den Schneid - auch zum Engagement beim Völkischen Bund, der Tarnorganisation der verbotenen NSDAP.
Zu den Generalproben begrüßt Winifred General Ludendorff als Ehrengast, rund um Wahnfried kleben Zettel mit dem Hakenkreuz. Bei den Besuchern beobachtet die "Frankfurter Zeitung" "eine starke Abnahme des ausländischen Zustroms und eine entsprechende Stärkung des deutschen Elements". "Keine zehn Nicht-Arier im Haus", notiert ein Dirigent. Im Parkett glänzen die Eisernen Kreuze, am Schluss der "Meistersinger"-Premiere singt das Publikum stehend das Deutschland-Lied - die Reihen fest geschlossen. Bayreuth rüstet auf.
Kaum ist Hitler, kurz vor Weihnachten 1924, auf Bewährung aus der Landsberger Haft entlassen, lädt er Winifred zu seiner Groß-Demo im Münchner Bürgerbräukeller ein. Klar, sie fährt hin und anschließend mit ihm nach Plauen zu einer Aufführung von Siegfrieds Oper "Schwarzschwanenreich". Für 1925 verspricht Hitler seinen ersten Festspielbesuch.
Heimlich, abends um elf, fährt er vor. Am nächsten Morgen erscheint Winifred mit Blumen, für Hitler hängt "der Himmel voller Geigen". Tagsüber sei er als Sommerfrischler "in der kurzen Wichs" gegangen, "zu den Festspielen kam ich im Smoking oder Frack". Winifred nimmt vom Autor ein noch druckfrisches Exemplar von "Mein Kampf" mit Widmung in Empfang und ist nun, laut Hamann, endgültig "Feuer und Flamme". Die beiden duzen sich: "Winnie" und "Wolf". Auch die Wagner-Kinder und Wagner-Hunde werden immer zutraulicher.
Die Zukunft der Festspiele indes verdüstert sich. Deutsche Wagnerianer haben kein Geld mehr, ausländische, zumal jüdische, meiden den völkischen Hort, das Festspielbudget schmilzt, und dann sagt auch noch Hitler ab, weil er sauer ist über das Engagement eines jüdischen Wotan; diese "Rassenschande" sei eine "Entweihung". Laut Fremdenliste lässt sich an seiner statt wenigstens "der Landwirt Heinrich Himmler" im Festspielhaus blicken.
1930 sterben kurz hintereinander die greise, längst geistesumnebelte Cosima und, während der sommerlichen Festspiele, Sohn Siegfried. Schon am Morgen nach
seinem Todestag sitzt die 33-jährige Witwe
an seinem Schreibtisch und übernimmt die Geschäfte - Bayreuths neuer Boss.
Der weiß, was er will, und macht, was er kann: die Fahne hoch, die Ärmel hoch. Anders als der verstorbene Gatte, ein Künstler mit zwei linken Händen, konnte sie - Bayreuths erste Führerscheininhaberin - Öl und Reifen ihres Wagens selbst wechseln. Die Verpflichtung Toscaninis und Furtwänglers für die Festspiele verbreitet die PR-Virtuosin gleich in 650 Zeitungen weltweit. Um an Geld zu kommen, verhandelt sie mit Brauereien um Exklusivverträge zur Festspielbewirtung und tippt bei Autofahrten auf ihrer Schreibmaschine Hunderte Bittbriefe an wohlhabende Wagnerianer. Einmal hatte sie sogar einer amerikanischen Journalistin angeboten, heimlich ein Gespräch der legendären Schwiegermutter Cosima zu belauschen. Honorar: 1000 Mark. Bei Wotan, dieses Frauenzimmer hatte Format.
Dass Hitler eine Ehe mit Winifred angestrebt habe, um selbst Herr des Hügels zu werden, hält Hamann für ein "Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt". Immerhin tippt der spätere Rüstungsminister Albert Speer "auf Grund unzähliger kleiner, aber verräterischer Anzeichen" auf eine Affäre zwischen den beiden.
Nach Hitlers Sieg bei der Reichstagswahl im März 1933 weht auf Wahnfried die größte Hakenkreuzfahne der Stadt: 2,4 mal 7 Meter. Kein Wunder, dass Hitler im Sommer die Kosten für alle unverkauften Festspielkarten übernimmt. Nun reist er offiziell als Reichskanzler an und ist schon zum Frühstück Winifreds Gast. Er ordnet den Einbau einer Entlüftungsanlage im Festspielhaus an und plant sogar einen kolossalen Erweiterungsbau des Wagner-Tempels; er ordert eine Neuinszenierung von "Parsifal", sagt deren Finanzierung zu und gibt sogar eine Existenzgarantie für die Zukunft der Festspiele. "Die Zeiten sind urgewaltig", schreibt Winifred.
Doch bei all ihrer Verehrung für Freund Wolf - die Herrscherin des Hügels, diese "couragierte und selbstbewusste Frau" (Hamann), katzbuckelt nicht und wagt durchaus auch Widerworte. Nachdem Juden in Bayreuth öffentlich angespuckt worden sind, schreibt sie Hitler, es sei skandalös, dass "honorige deutschbewusste Männer von rabiaten Leuten verhöhnt" würden; diese Juden hätten sich "durch ihre Lebensarbeit ein Anrecht auf Bayreuth erworben".
Vehement (und erfolgreich) wehrt sie sich gegen Bayreuths Mitgliedschaft in der von Goebbels gegründeten Reichskulturkammer: Sie entscheide über Engagements nach dem "jeweiligen Können meiner Mitwirkenden" und "nicht nach den Gesichtspunkten einer Kammer". Als sich die angebliche Kommunistin Lydia Beil, für deren Entlassung aus dem Zuchthaus sich Winifred erfolgreich eingesetzt hat, in Bayreuth bedankt, antwortet ihr die Festspielchefin: "Wo ich jemals eine Gewalttat der Partei verhindern kann, wird meine leidenschaftliche Opposition einsetzen."
Die "Aufforderung (der Nazis) zum Denunzieren" nennt Winifred einen "Skandal", den sie beim nächsten "Naziabendessen" zur Sprache bringen werde. Bei Hitler persönlich beklagt sie sich über die Gräuel der Pogromnacht und über Julius Streichers "Stürmer". Entgegen dem Wunsch der Partei weigert sie sich - oft ausdrücklich als "alte Nationalsozialistin" -, im Festspielhaus angestellte Sozis oder Kommunisten zu entlassen.
Immer häufiger hilft sie verfolgten Geistlichen, bedrohten Homosexuellen und jüdischen Mitbürgern. Dass der alte Pringsheim, der Schwiegervater von Thomas Mann, noch rechtzeitig mit seiner Frau in die Schweiz fliehen kann, ist laut Notiz des Enkels Klaus H. Pringsheim "offenbar allein der Tatsache zu verdanken", dass Winifred sich "bei Hitler für ihn eingesetzt hatte".
Für eine von der Gestapo verhaftete Hanna Schmitz, Frau eines Musikkritikers,
macht sich Winifred nach Worten der Inhaftierten "rücksichtslos gegen die Partei, die Gestapo und den Reichsstatthalter" stark und erreicht einen fairen Prozess mit Freispruch. Den Sänger Hans Beer holt sie aus der Strafkompanie im KZ Buchenwald, sie habe ihn, so Beer, "dem Tode entrissen". Unzählige Promis und Namenlose wenden sich vor allem nach Kriegsausbruch an die machtvolle Herrin von Wahnfried, und zahllosen kann sie helfen - "spontan, selbstverständlich, voll menschlicher Solidarität und nicht berechnend", wie ihre Biografin Hamann anerkennt.
Schon vor der großdeutschen Götterdämmerung glaubt Winifred, dass Theodor Morell, der Leibarzt des Führers, ihr großes Idol mit Giftinjektionen systematisch um den Verstand gespritzt habe. Hitler könne unmöglich gewusst und gewollt haben, was auch sie nun bald einsehen muss - die Gräuel des Jahrhunderts. Am 5. April 1945 wird Bayreuth bombardiert, Wahnfried getroffen. "Nun wäre es also so weit", sagt Winifred.
Es ist so weit. Im Festspielhaus tanzen bald die US-Besatzer mit fränkischen Frolleins Jitterbug und suchen bei Winifred nach dem Führer. Mit einem Schlag ist sie Persona non grata, "ein altes Wurzelweib", wie sie bitter witzelt: "Zum Aufhängen fehlt mir der Strick."
1948 wird die Festspielchefin als "Minderbelastete" zu zweieinhalb Jahren mit Bewährung, 6000 Mark, zu zahlen an einen Wiedergutmachungsfonds, und der Zusage verdonnert, nie mehr ein Unternehmen zu führen. Sie hat zur Entlastung bei der Spruchkammer ihren guten Draht zum Führer ein wenig tiefer gehängt und hier und da ein wenig geflunkert. Aber sie kann auch etliche Briefe vorweisen, deren Absender ihr das Überleben verdanken.
Verbittert und verbohrt zieht sich die Alte hinter Bayreuths Gemäuer zurück, in ihrer "absonderlichen Opposition" (Hamann) gegen die neuen Zeiten mehr geächtet als geachtet. Noch einmal, 1975, packt die 78-Jährige aus und redet frisch von der Leber. Als Regisseur Hans-Jürgen Syberberg sie in einem Interview-Film zu ihrer Vergangenheit befragt, antwortet sie: "Wenn der Hitler zum Beispiel heute hier zur Türe hereinkäme, ich wäre genauso fröhlich und glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, wie immer."
Die Folgen des kruden Geständnisses: noch mehr Familienkrach, Hausverbot bei den Festspielen, weltweite Entrüstung und heimlicher Applaus der alten Kameraden. Alles typisch Wagner - Getöse.
KLAUS UMBACH
* Richard Wagner mit Kaiser Wilhelm I. ** Brigitte Hamann: "Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth". Piper Verlag, München; 688 Seiten; 26,90 Euro. * Mit Gauleiter Julius Streicher, rechts neben der Ehrenloge Winifred Wagner (sich verbeugend), Sohn Wieland. * Oben: mit Winifred-Sohn Wieland; unten: mit Ehepaar Mann und Mann-Kindern.
Von Klaus Umbach

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