10.06.2002

10. Juni 2002 Betr.: München

Bisher lag die südlichste SPIEGEL-Redaktionsvertretung Deutschlands eher versteckt am Stadtrand Münchens - jetzt ist das Büro in die Lerchenfeldstraße im Zentrum umgezogen. Vergangenen Dienstag hatte SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust, 55, zur Einweihungsfeier geladen, und viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Justiz und Medien fanden sich ein. Aust erinnerte an das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zwischen dem Hamburger Nachrichten-Magazin und Münchner Politikern - speziell einem: dem früheren Landesvater und Kanzlerkandidaten Franz Josef Strauß. Der hatte 1962 als Verteidigungsminister die SPIEGEL-Affäre losgetreten, was Herausgeber Rudolf Augstein zwar 103 Tage U-Haft einbrachte, dem Blatt im Weiteren aber nicht schadete. Dem Minister schon: Er musste gehen. Engster Mitarbeiter von Strauß wurde später einer, der am Dienstagabend im SPIEGEL-Büro auf den neuen Standort (mit Wasser) anstieß: Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber.

DER SPIEGEL 24/2002
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