10.06.2002

ARBEITSMARKTKritik an Gerster

In Bundesregierung und SPD-Fraktion macht sich Unmut über den neuen Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, breit. Der Vorwurf: Der neue Vorsitzende tue zu wenig, damit die Arbeitsämter mit einer ausreichenden Zahl von Beschäftigungsmaßnahmen die Arbeitslosenzahlen im Wahljahr 2002 nach unten drücken. So musste Gerster jetzt in einem Schreiben an Arbeitsminister Walter Riester einräumen, dass die geplanten Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit knapp elf Milliarden Euro um rund 3,5 Prozent unter den Vergleichszahlen des Jahres 2000 lagen. Dass die Mittel nur stockend abfließen, schreiben Gersters Kritiker der allgemeinen Verunsicherung nach seinem Amtsantritt zu. Weil die Arbeitsämter über den künftigen Kurs der Behörde noch immer im Unklaren sind, bewilligten sie deutlich weniger Maßnahmen als möglich.

DER SPIEGEL 24/2002
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