10.06.2002

LIECHTENSTEINBotschafter nach Berlin und Washington

Nur klein und reich zu sein genügt Liechtenstein (32 000 Einwohner) nicht mehr. Außenminister Ernst Walch plant, Botschaften nun auch in den USA und Deutschland einzurichten, nachdem sich Liechtenstein bisher mit diplomatischen Vertretungen in den Nachbarländern Schweiz und Österreich sowie am Sitz von internationalen Organisationen wie der Uno in New York begnügte. Grund für die Offensive ist das ramponierte Ansehen des Fürstentums, das in den letzten Jahren als Schwarzgeld- und Geldwäschezentrale in Verruf geraten war. Im Hauptstädtchen Vaduz dagegen glaubt man, auf Grund verschärfter Auflagen mittlerweile "eine Spitzenposition" im Kampf gegen die Finanz-Übel zu belegen. Das soll in Washington ein Botschafter verdeutlichen und desgleichen in Berlin. Dort war bisher Roland Marxer, der in Vaduz das Amt für Auswärtige Angelegenheiten leitet, als so genannter nicht residierender Botschafter gemeldet. Das Liechtensteiner Parlament will Mitte Juni über die Besetzung der beiden Posten entscheiden.

DER SPIEGEL 24/2002
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Botschafter nach Berlin und Washington