10.06.2002

ASTRONOMIESternentod in 3 D

Der Tod eines großen Sterns entfesselt Urgewalten: Wenn ein Himmelskörper als Supernova in sich zusammenstürzt und explodiert, erreicht er bisweilen Temperaturen von zehn Milliarden Grad und leuchtet so hell wie eine ganze Galaxie mit hundert Milliarden Sternen. Dieses Erstrahlen lässt sich zwar mit Teleskopen beobachten, doch noch ist unklar, wie die Explosion im Einzelnen abläuft. Nun ist es Physikern am Los Alamos National Laboratory erstmals gelungen, einen Sternentod in 3 D zu berechnen. Dieses Rechenkunststück gehört zu den aufwendigsten Simulationen überhaupt. "In der Astrophysik baut die Natur selber die Experimente für uns auf", sagt Stirling Colgate von Los Alamos, "also müssen wir sicher sein, dass unsere Simulationen auch wirklich die Realität exakt nachbilden." Bereits 1966 gelang es ihm, das hoch komplexe Himmelsharakiri eindimensional zu simulieren, Mitte der neunziger Jahre wurde dann ein zweidimensionales Modell vorgestellt. Doch die beiden Simulationen kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das neue Modell bestätigt nun mit nur zehn Prozent Abweichung die Erkenntnisse der 2-D-Version.

DER SPIEGEL 24/2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 24/2002
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

ASTRONOMIE:
Sternentod in 3 D

  • Surfvideo aus China: Ritt auf der Gezeitenwelle
  • David Cameron im Interview: "Bereue ich es? Ja!"
  • Klippenspringerin Anna Bader: "Da oben bin ich unantastbar"
  • Buhrufe in Luxemburg: Boris Johnson schwänzt Pressekonferenz