17.06.2002

SHOWBUSINESSIndischer Sommer in London

In die europäische Trend-Hauptstadt bringt die Globalisierung der Kultur frischen Schwung: Nach der Parole „Bollywood statt Hollywood“ finden Popstars, Filme und ein Musical aus Indien begeisterten Zuschauer-Zuspruch. Von Urs Jenny
Der Mann hat mit seiner Musik im Lauf des letzten Jahrzehnts über 100 Millionen CDs verkauft: so viel wie Madonna und Britney Spears zusammen. Er hat, vor drei Jahren im Münchner Olympiastadion, mit Michael Jackson ein selbst komponiertes Duett gesungen, das durch die Live-Übertragung in 30 Länder ein Millionenpublikum erreicht hat. Er genießt in seiner Heimat, obwohl er als Sänger nur bei seltenen Benefiz-Anlässen auftritt, solchen Popstar-Status, dass er Bodyguards braucht, wenn er aus dem Haus geht; und sein Vaterland hat ihm, als er 35 wurde, einen der höchsten, sonst eher für würdige Greise bestimmten Ehrentitel verliehen, den es zu vergeben hat. Doch hier zu Lande ist in großen Schallplattenläden kein Werk des Komponisten A. R. Rahman auf Lager.
Allah Rakha Rahman, 36, ein pausbäckiger, knuddeliger Südinder mit Lausbubencharme, ist der Popmusikkönig des riesigen indischen Subkontinents, und damit er nun - endlich! - mit der melodienseligen Fülle seines Talents auch die westliche Welt beglücken kann, reicht ihm einer unserer Popmusikkönige die Hand: Andrew Lloyd Webber hat von Rahman, der keine Theatererfahrung vorweisen kann, ein Musical schreiben lassen und es mit gebührendem Luxus (für sieben Millionen Pfund) im Londoner Apollo Victoria Theatre produziert: An diesem Mittwoch wird die Premiere von "Bombay Dreams" gefeiert.
Das revuehafte Bühnenwerk beschwört - das war Lloyd Webbers Ausgangsidee - die regenbogenbunte, nach dem Kitsch-as-Kitsch-can-Prinzip auftrumpfende Welt des indischen Mainstream-Kinos, das in Großbritannien seit ein paar Jahren mächtigen Zustrom gewinnt, woran gewiss oft A. R. Rahmans zündende Musik ihren Anteil hat. Die Story von "Bombay Dreams" erzählt mit leicht kritischem Blick den Aufstieg eines hübschen, begabten Taugenichts aus den Slums zum Star in der indischen Traumfabrik Bombay, deren Spitznamen "Bollywood" jedermann kennt, und die großen Shownummern erlauben es, als "Filmszenen" doch ungeniert in der Schmalzlust und dem glamourösen Überschwang großer Bollywood-Produktionen zu schwelgen. Niemand kann sagen, bei diesem Erfolgsrezept käme er zu kurz.
"Bollywood": Als dieser Begriff vor gut 20 Jahren in Indien geprägt wurde, war er ein Schimpfwort, um die marktbeherrschenden Süßwaren abzugrenzen gegen ein "anderes", "kritisches", "realistisches" Kino, das es natürlich (für interessierte Minderheiten) auch in Indien seit langem gab und auch heute gibt.
Doch schnell hat sich der beispiellos gefräßige Mainstream diesen Begriff wie jeden verwertbaren Stoff einverleibt: Bollywood nennt sich stolz selbst Bollywood (wobei ein paar andere, kaum kleinere Filmmetropolen des Landes stets mitgemeint sind) und ist nach wie vor unangefochten jene weltgrößte filmische Supermacht, über die gemeinhin nicht viel bekannt ist, außer dass gemeinhin nicht viel über sie bekannt ist.
Nun gut, natürlich hat man davon gehört, dass indische Filme ihrer Urnatur nach Revuefilme sind, dass also endlos schmachtendes Gesinge und Getanze ihr A und O sind, dass sie überdies nicht bunt genug sein können und wenigstens drei Stunden dauern sollten. Wer darauf neugierig ist, braucht kein Interesse für das so genannte wirkliche Indien zu zeigen, denn Bollywoods Indienbild ist wie seine Sprache durchaus künstlich - so bildet sich im Kino eine Kulturtradition ab, für die (in der bildenden Kunst wie in der Literatur) "Realismus" nie ein Ziel war.
Bollywood ist eine Industrie, die etwa zwei Millionen Arbeitskräfte beschäftigt und jährlich 800 bis 1000 Kinofilme produziert. Bollywood ist autark: Mit einem Binnenmarkt von einer Milliarde Zuschauern und einem ebenso großen Stammpublikum im arabischen, ostasiatischen und pazifischen Raum beherrscht es einen Weltteil, in dem Hollywood wenig zu melden hat - in Indien selbst erreichen die Amerikaner nur einen Marktanteil von fünf Prozent.
Dabei scheinen die Anfänge mühsam und kümmerlich gewesen zu sein. Für die musiksüchtigen Inder begann der Kinoboom so recht erst mit der Einführung des Tonfilms, und als allein herrschende Form setzte sich schon Mitte der dreißiger Jahre eine Art von Revue-Operette durch, die alle Genres - vom Rührstück bis zum Kriegsfilm, vom Familiendrama bis zur Verwechslungskomödie - singend und tanzend in sich aufnahm.
Die Drehbücher durften von der Stange sein; am wichtigsten war, nach den Stars und gleich neben dem Regisseur, von früh an der Komponist. Bei diesem Rezept ist der Bollywood-Film - durch Farbe und
Breitleinwand nur immer prächtiger - im Prinzip geblieben. Entscheidend ist, wie einer der Superstars von heute erklärt: "Man muss mit den Zuschauern wie mit kleinen Kindern reden." Bollywood-Kino ist grundsätzlich für die ganze Familie, ist grundsätzlich Heimatfilm, zeigt grundsätzlich den Sieg des Guten über das Böse. Und noch ein Grundsatz gilt: Geküsst wird bei aller Liebe nicht, das wäre ein Stilbruch ins Naturalistische.
Auch ein anderes Prinzip hat sich seit der Frühzeit behauptet: Weil das lebhafte Hintergrundrauschen des indischen Großstadtverkehrs einerseits und die Schwerfälligkeit der Apparaturen andererseits Original-Musikaufnahmen nahezu unmöglich machten, verfiel man auf die entschieden rationellere Praxis des Playback und ist für immer dabei geblieben: Bollywood hat nicht nur "sichtbare" Stars hervorgebracht, die sich durch gutes Aussehen und Tanztalent hervortaten, sondern ebenso kultisch verehrte "unsichtbare": Die Playback-Sänger und -Sängerinnen. Die berühmteste unter ihnen, Lata Mangeshkar, hat es ins Guinness-Buch der Rekorde gebracht, indem sie im Lauf ihrer 50-jährigen Karriere für über 2000 Filme insgesamt 30 000 verschiedene Songs aufnahm.
Indische Film-Musicals werden zu gut 20 Prozent in einer leicht stilisierten Hindi-Sprache gedreht, vor allem in Bombay, in anderen Produktionszentren aber auch in wenigstens sechs weiteren Sprachen (wobei man große Erfolge sofort eifrig hin und her synchronisiert), und das Kino ist als Unterhaltungsmedium nach wie vor so dominant, dass es praktisch keine davon unabhängige Popmusik gibt.
Sie ist es, die nun auch in britischen Discos die schwarzamerikanischen Hits überflügelt. Triebkraft dieses Trends war natürlich zuerst der stetige Bevölkerungszustrom vom indischen Subkontinent, doch längst wirkt er weit darüber hinaus: An den Imbissbuden wurde Fish & Chips durch Curry verdrängt, und auf britischen Kino-Hitlisten behaupten sich immer öfter sowohl angloindische wie untertitelte Bollywood-Produktionen. Kein Wunder: Britische Städte wie Leicester oder Birmingham rechnen damit, dass ihre Bevölkerung in 20 Jahren zu über 50 Prozent "asiatischer" (also im Wesentlichen indischer oder pakistanischer) Herkunft sein wird.
Diesen Frühsommer nun scheinen in London vielerlei Kräfte zu einer Welle zusammenzuwirken, als deren Krönung sich Lloyd Webber und Rahman mit ihren "Bombay Dreams" die Ehre geben: Das
Kaufhaus Selfridges hat sich mit Pomp à la Bollywood herausgeputzt, um für Düfte und Gewürze, Sari-Seiden und bunte Freizeitklamotten zu werben; beim Jubiläums-Popkonzert für die Queen durfte die Bollywood Brass Band mit einem scharf gewürzten Rahman-Potpourri aufwarten; das British Film Institute schickt unter dem Titel "Imagine Asia" ein Programm aus dem indischen Kulturraum durchs Land, und das Victoria & Albert Museum präsentiert "The Art of Bollywood". Nur bei der Fußball-WM hat Indien nichts zu melden.
"Inder spielen keinen Fußball!" Der Familienvater, der das in Gurinder Chadhas Filmkomödie "Bend it like Beckham" dekretiert, ein Londoner Polizist mit straff gewickeltem Turban, sieht nicht aus, als würde er Widerspruch dulden. In der Tat, ihr tief innerer Snobismus scheint die Inder daran gehindert zu haben, sich mit dem Mannschaftssport ihrer Kolonialmacht anzufreunden; umso inniger haben sie sich deren Offizierssport Cricket zu eigen gemacht.
Der Filmkomödienvater jedoch begegnet so störrischem Widerspruch, dass der Familie Schande droht: Seine Tochter, die in ihrer Teeniebude als Poster keinen schmalzlockigen Bollywood-Boy an der Wand hängen hat, vielmehr einen aggressiv geschorenen Beckham, macht den Jungen auf der Bolzwiese nicht wie ihre Freundinnen als züchtige Zuschauerin schöne Augen, sondern stürzt sich hakelnd und dribbelnd in den Männerkampf um den Ball. Sie findet Aufnahme in einem britischen Mädchen-Fußballclub und beginnt von einer Profikarriere zu träumen - was in diesem Stoff auf britischer wie auf indischer Seite an entlarvendem Witz steckt, versteht der Film zu zünden.
Die Regisseurin Gurinder Chadha war vor ein paar Jahren, als der spezifisch angloindische Film aufzublühen begann, die Erste, der mit "Bhaji on the Beach" ein Treffer gelang, der nicht nur bei der eigenen Zielgruppe, sondern sogar in deutschen Programmkinos ankam. Chadha, Jahrgang 1960, schien dann selbst aus ihrem indischen Nest ausgebrochen zu sein, indem sie nach der Heirat mit einem Amerikaner japanischer Herkunft ihr nächstes Werk in Los Angeles drehte. Doch nun ist sie mit "Bend it like Beckham" heimgekehrt, und ihr Film ist (neben dem genuin indischen "Monsoon Wedding" von Mira Nair) einer der Frühjahrshits in den britischen Kinos.
Der "harte Kern" der selbstbewussten Angloinder von heute ist paradoxerweise nicht direkt aus der Heimat, sondern, schon halb anglisiert, vor gut 30 Jahren aus Ostafrika nach Großbritannien gekommen. Es sind Nachkommen jener Zehntausende indischer Arbeiter, die um 1900 die Briten hauptsächlich zum Eisenbahnbau nach Kenia geholt hatten: Deren Kinder und Kindeskinder wurden in den Jahren nach der Unabhängigkeitserklärung Kenias so rigoros wie die britischen Herren aus dem Land gedrängt. In London sah man damals voraus, dass viele von ihnen nicht ost-, sondern westwärts fliehen würden, und verabschiedete rasch ein Gesetz, um diesem Zustrom einen Riegel vorzuschieben. Doch wenigstens 80 000 Kenia-Flüchtlinge erreichten vor dem Stichtag (dem 1. März 1968) den Boden Großbritanniens, wo sie ihr Anrecht auf die Staatsbürgerschaft wahrnahmen und für immer blieben.
Zu diesen Angloindern, die in Kenia geboren wurden, gehört die Regisseurin Gurinder Chadha wie ihr traditionsbewusster Filmfamilienvater, und zu ihnen gehört der angesehenste britische Theatermacher indischer Herkunft, Jatinder Verma, 48. Als junger Schauspieler vor 25 Jahren war er einer der Mitgründer der ersten angloindischen Theatertruppe namens Tara Arts: Die floriert noch immer und ist längst (und vor allem durch ihn) eine Institution. Verma hat für ihr singendes, würzig mit indischen Wörtern gespicktes Englisch den Begriff "Binglish" geprägt; er hat den Briten mit seiner Tara-Arts-Truppe im Londoner National Theatre einen indischen Klassiker vorinszeniert und die eigenen Leute mit europäischen vertraut gemacht, etwa "Tartuffe" oder "Cyrano de Bergerac", indem er sie in ein kolonial-indisches Milieu transponierte.
Durch ein abenteuerliches Langstreckenprojekt ist Verma nun zum theatralischen Chronisten der Völkerwanderung geworden: In einer Material- und Interview-Recherche, die inzwischen ein eigenes Videoarchiv füllt, hat sich das Tara-Arts-Ensemble das kollektive Gedächtnis der Kenia-Inder zu Eigen gemacht und daraus Schritt um Schritt eine Schauspiel-Trilogie entwickelt: Der erste Teil handelt von der Auswanderung von Indien nach Afrika um 1900, der zweite schildert die Massenflucht von 1968, und der dritte konstatiert heute pessimistisch den Zerfall der Gemeinschaft durch Drogen zum einen und Verschärfung der religiösen Gegensätze zum andern. Vermas "Journey to the West"-Trilogie, im März in Manchester uraufgeführt und seither auf Tournee durchs Land, wird von der britischen Kritik zu den gewichtigsten Produktionen der Saison gezählt.
Für den ernsten, auf dem Begriff einer spezifisch angloindischen Identität beharrenden Verma muss das glamourgeile Bastardprodukt "Bombay Dreams", wo auch sein geliebtes "Binglish" verhunzt wird, eine ausgemachte Abscheulichkeit sein. Und für den "Bombay Dreams"-Macher Rahman muss, was Verma umtreibt, fern und fremd bleiben, denn er scheint ein Träumer zu sein, ein selbstvergessener Spieler, wenn nicht in seinen pathetischen Bekenntnissen zum Sufismus ein Mystiker.
Rahmans offizielle Biografie vermerkt zwei prägende Kindheitsereignisse: erstens den frühen Tod des Vaters, der Filmkomponist war und möglicherweise einem bösen Zauber der Konkurrenz erlag, zweitens die Genesung einer todkranken Schwester durch das Wirken eines muslimischen Wundertäters, woraufhin die ganze dankbare Familie zum Islam übertrat - dadurch erst kam der Junge zu seinem Namen Allah Rakha Rahman.
Er hat die Schule geschmissen, hat als Ernährer der vaterlosen Familie früh am Keyboard einerseits mit klassisch indischen Musikern, andererseits mit Popbands getingelt, irgendwann irgendwie aber auch als Stipendiat des Trinity College in Oxford ein Examen in abendländischer Musik bestanden. Seine ersten Eigenkompositionen waren Koran-Vertonungen, und sein erstes Vermögen soll er als frühreifer Meister des Ohrwurms mit etwa 300 Werbe-Jingles gemacht haben. Seit zehn Jahren arbeitet er ziemlich ausschließlich für "Bollywood", wobei, seiner Verwurzelung in Madras entsprechend, in der Mehrzahl seiner rund 50 Filme die Sprache nicht Hindi, sondern Tamil oder eine der anderen Sprachen des Südens (Telugu, Malayalam) ist.
Angeblich musste sich Rahman erst kundig machen, wer Andrew Lloyd Webber eigentlich ist, als dessen Offerte ihm (durch Vermittlung des Filmregisseurs Shekhar Kapur) auf den Tisch kam. Und angeblich hat den Eisenbahn-Freak Lloyd Webber, dessen Lokomotiven-Musical "Starlight Express" 18 Jahre lang im Apollo Victoria Theatre lief, bevor es nun den Platz für die "Bombay Dreams" räumte, eine bestimmte Eisenbahn-Nummer für Rahman begeistert: eine frenetische Tanzszene auf einem offenen, fahrenden Güterzug mit dem Titel "Chaiyya Chaiyya", die längst auf den Satellitenkanälen und sonstwo zu Bollywoods All-Time-Evergreens gehört.
Der gewiefte Profi Lloyd Webber wird darauf hingewirkt haben, dass die Zug-Nummer auch in "Bombay Dreams" als Zugnummer (auf rotierender Bühne) wirkt. Auch ein anderes bewährtes Highlight fehlt in London nicht: Der Kloakentümpel, an dem sich zu Beginn die Slumbewohner im Morgengrauen wuschen, hat sich eine Show-Stunde später in eine Palastkulisse verwandelt, Springbrunnen steigen auf, und die Revuegirls-Truppe beginnt unter den bengalisch angeleuchteten Fontänen zu kreisen und zu wirbeln: Das ist der für Bollywoods großen Stil unabdingbare "Wet Sari Dance", und was der Kenner dabei bejubelt, ist unübersehbar - die durchnässten Mieder der Tänzerinnen werden transparent.
Natürlich gibt es im heutigen Bollywood nicht nur Stars von jener (in "Bombay Dreams" verspotteten) Art, die in zwölf Filmen gleichzeitig auftreten, ohne auch nur die Titel zu kennen, weil sie ohnehin immer die gleiche Rolle spielen. Es gibt auch Stars, die ihre Solos selbst singen und als Produzenten ihre Karriere in die eigene Hand nehmen. Ihr Leitbild ist der Sänger und Schauspieler Aamir Khan, der das bisher aufwendigste Bollywood-Spektakel "Lagaan" produziert hat: den ersten indischen Film seit über 40 Jahren, der für den Oscar nominiert wurde, in England natürlich ein Schlager war und nun (trotz fast vier Stunden Spieldauer) durch den Verleih Columbia-Tristar auch in den USA und in Deutschland in die Kinos kommt.
Was der Film erzählt, spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Ein von unbeugsamen Indern bevölkertes Dorf wagt Widerstand gegen die von den Briten erhobene ausbeuterische Landpacht ("Lagaan"): Man lässt sich - da Inder ja kein Fußball spielen - von der örtlichen Garnison zu einem Cricketmatch um die dreifache Pachtsumme herausfordern. Doch zugleich entfaltet "Lagaan" natürlich die Schmacht-Romanze zwischen einer britischen Lady und dem schönen Bauernrebellen, den Aamir Khan spielt: Wer hätte dafür die richtigen Herztöne finden können, wenn nicht der allgegenwärtige Musikmagier A. R. Rahman?
Im angloindischen Showbusiness laufen die Lebensfäden immer wieder zusammen. Die junge Schriftstellerin Meera Syal etwa, die 1993 das Drehbuch für Gurinder Chadhas "Bhaji on the Beach" schrieb, ist danach als Autorin und Darstellerin der BBC-Sitcom "Goodness Gracious Me" ein Comedy-Star geworden und hat nun das Libretto zu Rahmans "Bombay Dreams" geliefert. Aus Chandras Film "Bend it like Beckham" wiederum ist die hübscheste, glutäugigste Nebenfigur zur Hauptdarstellerin in "Bombay Dreams" aufgestiegen und soll nun als Popstar reüssieren.
Da die Fußballerin den Sprung schafft, könnte es ja auch ihr gelingen. In Bollywood gibt es, wie tränenselig auch immer, nur Happy Endings. Bollywood ist Droge, ist Lüge in ihrer süßesten Form, Bollywood ist das indische Prinzip Hoffnung.
* Mit dem Filmregisseur Shekhar Kapur und dem Musicalproduzenten Andrew Lloyd Webber.
Von Urs Jenny

DER SPIEGEL 25/2002
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