01.07.2002

FUSSBALL-WM„Die Anerkennung ist wieder da“

Nationalspieler Michael Ballack über Schlüsselerlebnisse bei der Weltmeisterschaft, den Teamgeist der Deutschen, seine Selbstaufopferung und den Führungsstil von Rudi Völler
Ballack, 25, schoss bei der Weltmeisterschaft drei Tore für das deutsche Team, zu vier weiteren leistete er die Vorarbeit. Mit einer gelben Karte im Halbfinale gegen Südkorea handelte er sich eine Sperre fürs Finale ein. Der in Görlitz geborene Mittelfeldspieler besuchte die Kinder- und Jugendsportschule Karl-Marx-Stadt, wechselte 1997 vom Chemnitzer FC zum 1. FC Kaiserslautern und 1999 zu Bayer Leverkusen. In der neuen Saison steht er beim FC Bayern München unter Vertrag. -------------------------------------------------------------------
SPIEGEL: Herr Ballack, zum Weltstar, sagte Franz Beckenbauer, werde man nur bei einer Weltmeisterschaft. Sind Sie nun einer?
Ballack: Weltstar, allein schon dieses Wort. Das ist mir nicht wichtig, so etwas brauche ich nicht. Ich weiß ja, wie schmal der Grat ist. Erst wurde ich ja nicht gerade überbewertet bei dieser Weltmeisterschaft. Bis vor dem Halbfinale gegen Südkorea musste ich mich immer noch für meine Leistungen rechtfertigen.
SPIEGEL: Woran, glauben Sie, lag das?
Ballack: Weil ich eine gute Saison gespielt hatte mit Bayer Leverkusen, waren die Erwartungen unheimlich hoch. Da waren diese Weltstar-Geschichten ja praktisch schon vorgedruckt. Wer dann nur zwei Tore macht, wird kritisiert. Nach meinem dritten Tor hieß es plötzlich: super.
SPIEGEL: Es war der Siegtreffer im Halbfinale. Galt anschließend das Lob der Nation nicht vielmehr Ihrem Foul, das zur Sperre führte und Sie die Endspiel-Teilnahme gegen Brasilien kostete? Diese Selbstaufopferung, schrieben die Kommentatoren, sei der letzte Schritt in die Weltelite gewesen.
Ballack: Ich musste das Foul machen. Der Gegner war in der Überzahl. Jeder andere hätte es auch gemacht.
SPIEGEL: Ihr Mitspieler Carsten Ramelow widerstand aber genau dieser Versuchung im vorausgegangenen Zweikampf mit dem Koreaner Chun Soo Lee - und teilte nach Ihrer Endspiel-Disqualifikation ungerührt mit, jeder sei zu ersetzen.
Ballack: Was soll ich dazu sagen? Soll er lamentieren? Nein. Sicher wäre ich ohne Lees Dribbling gegen Carsten gar nicht mehr in die Situation gekommen, bei dem Konter der Koreaner irgendwie einzugreifen. Und wären wir cleverer gewesen, hätten sich ein paar Mitspieler vor mich gestellt und mit dem Schiedsrichter diskutiert, damit er nicht auf die Idee kommt, die gelbe Karte zu zeigen. Andererseits hätte ich auch schon im Spiel gegen die USA Gelb sehen können. Dann wäre ich im Halbfinale gesperrt gewesen.
SPIEGEL: Hätten Sie das Tor gegen Südkorea auch erzielt, wenn Ihr Traum vom Finale nicht kurz zuvor geplatzt wäre?
Ballack: Natürlich war ich traurig. Ich habe sofort an den Franzosen Laurent Blanc gedacht, der 1998 im WM-Endspiel gesperrt war. Das Tor war so eine Art Trotzreaktion. Man denkt: Ach, Scheiße, das sind für mich die letzten paar Minuten dieser WM. Ich musste aufpassen, dass ich den Oliver Bierhoff nicht über den Haufen renne. Bis zuletzt habe ich damit gerechnet, dass ich ihm womöglich noch ausweichen muss. Deshalb war mein erster Schuss auch so halbherzig.
SPIEGEL: Sie trafen dann nach der Torwart-Abwehr im Nachsetzen. Ihr Einsatz passte zum schmucklos effizienten Bild, das die Deutschen bei dieser WM abgaben. Solide, sachlich, geprägt von "Solidarität und Selbstverleugnung", wie der "Figaro" schrieb. Gefällt Ihnen das?
Ballack: Wir Spieler waren alle enttäuscht über die Kritiken und hätten ein bisschen mehr Respekt erwartet. Wir waren ins Halbfinale eingezogen, und als wir mitbekamen, was geäußert und geschrieben wurde, fragten wir uns: Was haben wir jetzt wieder verbrochen? Wenn solche Geringschätzung von Leuten kommt, die nie Fußball gespielt haben, sagt man sich ja noch: Okay, die haben sowieso keine Ahnung. Aber die Kommentare von ehemaligen Spielern, die das alles selbst mitgemacht haben, waren schon ärgerlich.
SPIEGEL: Glanzvoll waren die Siege gegen Paraguay und die USA ja wirklich nicht.
Ballack: Aber den Anspruch, dass wir alle Gegner in Grund und Boden spielen würden, hatte es doch vor dem Turnier auch nicht gegeben. Fußball heißt, erfolgreich zu spielen. Mit Bayer Leverkusen haben wir vergangene Saison meistens schön gespielt und außer Sympathien nichts gewonnen.
SPIEGEL: Mit dieser Einstellung sind Sie nach Ihrem Clubwechsel nun bei Bayern München ja gut aufgehoben.
Ballack: Ja, es heißt ja immer "typisch Bayern", wenn von denen auch die nicht so guten Spiele gewonnen werden. Jetzt hat die ausländische Presse bei der WM ähnlich geurteilt: typisch deutsch, wie die durch das Turnier gekommen sind. Für mich ist das nur die Bestätigung, dass die Anerkennung wieder da ist.
SPIEGEL: Für einen vermeintlichen Schönspieler sind das erstaunliche Ansichten. Haben auch Sie sich die typisch deutsche Spielweise angeeignet? Sie waren ja bei der WM nicht der Gestalter, den viele erwarteten, sondern der Mann für die kurzen Gewinn bringenden Augenblicke.
Ballack: Ich bin doch auch gar nicht der Typ, über den jeder Angriff läuft. Ich fordere nicht jeden Ball. Natürlich bringt es meine Position im zentralen Mittelfeld mit sich, dass man viel erwartet, vielleicht mehr als von den anderen. Das kommt auch von meiner technischen Veranlagung. Dabei fühle ich mich immer gleichberechtigt mit den anderen.
SPIEGEL: Früher hatten Sie das Image eines Schnösels und Möchtegern-Kaisers. Sind Sie erleichtert, dass sich das gewandelt hat?
Ballack: Nicht ich habe das Image geändert. Die Medien haben es mir angehängt
und es wieder geändert. Denn früher habe ich auch gekämpft.
SPIEGEL: Und das hat niemand bemerkt, bis Sie sich in Asien dem Mannschaftsgeist verschrieben haben - am Fuß verletzt und müde von einer langen Saison?
Ballack: Man hat den Spieler Ballack anders gesehen. Ich habe mich nicht verändert. Auch Oliver Kahn hat ja nicht mehr das Image des Aggressiven. Gut, er tritt nach außen etwas anders auf, aber für den Wandel ist er nicht nur selbst verantwortlich.
SPIEGEL: Sie meinen, den Fußballstars werden die Rollen von außen verpasst?
Ballack: Klar. Sicher nimmt man zu Beginn der Karriere Kritik auch an und denkt sich: Das oder das legen sie dir als Schwäche aus, also muss man das ändern. Aber auf das Image hat man als Spieler letztlich keinen Einfluss mehr. Man bekommt einfach etwas angeheftet. Es ist für junge Spieler fast unmöglich, überhaupt noch eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Ich zum Beispiel sollte immer der Chef sein. Ein Führungsspieler.
SPIEGEL: Aber wer außer Mannschaftskapitän Kahn hat denn bei der WM geführt?
Ballack: Wir haben nicht so viele laute Typen. Aber ein Didi Hamann zum Beispiel ist zwar ein ruhiger, aber im Team sehr anerkannter Spieler. Bei den älteren, erfahreneren ist es immer abhängig davon, ob sie regelmäßig spielen. Christian Ziege etwa war hin und wieder draußen, sagt aber trotzdem was. Oliver Bierhoff dagegen hat sich zurückgenommen, seit er die Kapitänsbinde abgegeben hat.
SPIEGEL: Und warum sind Sie nicht der Wortführer gewesen, der Sie zuletzt bei Bayer Leverkusen waren?
Ballack: Die Nationalelf ist einfach vom Anspruch her noch etwas anderes. Da sind viele, die noch mehr Länderspiele haben. Man hat im Verein auch viel mehr Zeit, um langsam in eine Führungsrolle hineinzukommen. So etwas wächst über Jahre, ist aber nicht wirklich wichtig. Die Meinung eines Oliver Kahn etwa muss auch nicht immer richtig sein.
SPIEGEL: Gehört es in so einem Kreis zum guten Ton, dass man eigene Verletzungen herunterspielt, wie Sie es das gesamte Turnier über getan haben?
Ballack: Man darf es sich nicht zu einfach machen. Das ist ein Lernprozess. Ich gehe auch nicht vor dem Spiel zum Trainer und sage: Du, es tut ein bisschen weh. Und wenn es dann nicht läuft, habe ich eine Ausrede. Das macht man nicht. Wenn ich spiele, gelte ich als fit. In Wahrheit sind nie alle Spieler topfit, aber man jammert nicht.
SPIEGEL: Eine Art Ehrenkodex?
Ballack: Ja, das ist eine Charakterfrage. Das will der Trainer auch so.
SPIEGEL: Wie geht es denn Ihrem rechten Fuß wirklich?
Ballack: Besser, danke. Ich hatte gedacht, dass die Knochenhautreizung in den eineinhalb Wochen zwischen dem Finale der Champions League und der Abreise zur WM abklingen würde. Die Schmerzen gingen aber nicht weg. Da ist ja keine Muskulatur, und wenn du permanent den Ball draufbekommst, kann sich der Fuß nicht erholen. Deswegen habe ich auch im Training nicht mit rechts geschossen.
SPIEGEL: Solche Handicaps wurden offenkundig durch besonders ausgeprägten Teamgeist kompensiert. Wann ist dieser Zusammenhalt entstanden?
Ballack: Eigentlich schon mit dem ersten Länderspiel unter Teamchef Rudi Völler vor knapp zwei Jahren. Er hat seine sympathische Art gegen die Aggressionen ein-
gesetzt, die es nach der verkorksten Europameisterschaft gegenüber der Nationalmannschaft gab. Dann kamen viele junge Spieler dazu, die noch keine Verdienste hatten, sondern erst noch etwas erreichen wollten. Das war gut für die Stimmung.
SPIEGEL: Und wann ist in diesem Klima das Selbstvertrauen gewachsen, schon bei dieser WM etwas erreichen zu können?
Ballack: Es war das letzte Gruppenspiel gegen Kamerun. In der Halbzeitpause musste der Teamchef die Spieler schon ein bisschen, ich würde mal sagen, an der Ehre packen. Es stand 0:0, wir durften nicht verlieren und hatten nach dem Platzverweis von Ramelow einen Mann weniger. Es war ganz knapp. Das sind so Momente während eines Turniers, in denen du merkst: Man kann schwierige Situationen überstehen, uns muss erst mal jemand schlagen.
SPIEGEL: Haben wir in Asien schon das deutsche Team der WM 2006 gesehen?
Ballack: Wir hoffen, dass noch ein paar Talente hinzukommen. Es hilft ja nicht immer, wenn eine Mannschaft vier Jahre zusammenbleibt. Das hat man an den Franzosen gesehen, denen vielleicht das frische Blut fehlte.
SPIEGEL: Haben Sie gejubelt, wenn namhafte Konkurrenten frühzeitig auf der Strecke blieben?
Ballack: Man hat geguckt und gestaunt. Vor allem bei Frankreich. Als die Engländer ausgeschieden sind, waren wir nicht unbedingt traurig - da gibt es ja so eine spezielle Rivalität. Aber man muss auch sagen: Sicher sind auf Dauer neben Brasilien auch Argentinien und Frankreich weiter das Maß aller Dinge im Weltfußball. Aber die Mannschaften, die sich durchgesetzt haben, waren halt zu diesem Zeitpunkt bei diesem Turnier einfach besser. Viele werden noch im Rückblick unterschätzt.
SPIEGEL: Wer zum Beispiel?
Ballack: Das Team der USA etwa. Man kann den Leuten nicht erklären, dass die auch Fußball spielen können. Sie sind ungemein fit. Und heute ist Fitness fast alles im Fußball. Oder Südkorea. Was die gerannt sind! Diese Art zu spielen, kannte man bislang nicht: dieses Spritzige, dieses Quirlige, Kleine. Dennoch wäre Italien für uns der stärkste Halbfinalgegner gewesen. Ich war froh, als die ausschieden.
SPIEGEL: Es heißt, Rudi Völler spiele alle denkbaren Konstellationen und Spielsituationen so gewissenhaft durch wie früher Berti Vogts, der mal Ihr Clubtrainer in Leverkusen war. Nur könne er seine Erkenntnisse den Spielern besser vermitteln. Stimmt diese Beobachtung?
Ballack: Rudi ist natürlich ein ganz anderer Typ. Es fängt schon damit an, dass ihn viele Nationalspieler duzen. Ein Kumpeltyp, der ähnlich wie Leverkusens Klaus Toppmöller nahe an der Mannschaft ist. Aber Rudi, den ich ja als Sportdirektor in Leverkusen kennen gelernt habe, hat gemerkt, dass er in diesem Job richtig durchgreifen muss. Man hat gesehen, wie konsequent er plötzlich den einen oder anderen Spieler aus der Elf genommen hat.
SPIEGEL: Täuscht der Eindruck, dass Völler zu Ihnen ein besonderes Verhältnis hat?
Ballack: Wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Denn wer mag den Rudi nicht? Und dass zu mir ein Trainer gesagt hätte, ich sei vom Charakter her schwierig, das ist noch nie passiert. Ich bin nicht schwierig.
SPIEGEL: Wie haben Sie am Schluss versucht, trotz Ihrer Endspielsperre der Mannschaft zu helfen?
Ballack: Indem ich ihr nicht das Gefühl gab, dass ich alles zu locker nehme. Das war nicht leicht, denn in Wahrheit war sofort meine ganze Anspannung weg. Wie nach dem Meisterschaftsendspurt, dem DFB-Pokalfinale und dem Endspiel der Champions League. Da fällt man erst mal in ein Loch. Das war jetzt nach dem Halbfinale genauso. Dennoch habe ich mich bemüht, mich normal zu verhalten. Und nicht so viel Quatsch zu reden.
INTERVIEW: JÖRG KRAMER, ALEXANDER OSANG
* Der im Endspiel gesperrte Kapitän Laurent Blanc nach dem 3:0 gegen Brasilien mit Frankreichs Torwart Fabien Barthez am 12. Juli in Paris. * Nach der 1:2-Niederlage gegen Real Madrid im Champions-League-Finale am 15. Mai in Glasgow.
Von Jörg Kramer und Alexander Osang

DER SPIEGEL 27/2002
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