15.07.2002

SÜDAFRIKAAktivisten-Witwe verklagt deutsche Banken

Die von US-Anwalt Ed Fagan angekündigte Sammelklage gegen deutsche Großbanken sowie den Computerhersteller IBM konkretisiert sich. Als Klägerin gegen Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank tritt Nyameka Goniwe an, die Witwe von Matthew Goniwe, der 1985 zusammen mit drei weiteren Aktivisten von südafrikanischen Sicherheitspolizisten ermordet wurde. In der einem New Yorker Gericht zugegangenen Klageschrift wird den Konzernen vorgeworfen, mit Finanzierungen und der Lieferung von Technologie das Apartheids-System befähigt zu haben, "im Zeitraum von 1948 bis 1993 Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen". Die deutschen Banken hätten dem Regime "über 4,5 Milliarden Dollar" zur Verfügung gestellt, behauptet Fagan. Unter den Finanzinstituten seien die Deutschen die "größte Kapitalquelle der Apartheid" gewesen. Die betroffenen Banken sehen dagegen für eine Klage keine Grundlage.

DER SPIEGEL 29/2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 29/2002
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

SÜDAFRIKA:
Aktivisten-Witwe verklagt deutsche Banken

  • Surflegende Slater erhält Höchstwertung: "Wollte eigentlich eine andere Linie fahren"
  • Jungfernflug in Kanada: Erstes E-Verkehrsflugzeug hebt ab
  • Wahlsieg in Großbritannien: Erstes Statement von Boris Johnson im Video
  • Warschau: Riesige Dampfwolke legt sich über die Stadt