15.07.2002

VERKEHRHandys als Staumelder

Die Tatsache, dass die meisten Autofahrer heutzutage auch ein Handy dabei haben, machten sich britische Verkehrsexperten bei der Entwicklung eines neuartigen Stauwarnsystems zu Nutze: Während Tausende von Wagen auf den Straßennetzen dahinrollen, suchen eingeschaltete mitreisende Mobiltelefone beständig Kontakt zur jeweils nächstliegenden Basisstation. Aus der Vielzahl dieser anfallenden Positionsmeldungen kann ein entsprechendes Computerprogramm jetzt ein Bewegungsmuster errechnen, das Auskunft über Fahrtgeschwindigkeiten und etwaiges Stocken des Verkehrsflusses gibt. Nach Angaben der Firma Applied Generics nahe Edinburgh ist das Heer der Handys dabei herkömmlichen Staumeldesystemen in Tempo und Genauigkeit überlegen. Bei Tests habe das Programm Verkehrshindernisse bis auf 250 Meter genau berechnet. Die Signale der Handys könnten auf diese Weise sogar Unfallhelfern den Weg zum Einsatzort weisen.

DER SPIEGEL 29/2002
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