15.07.2002

KINOFiebriges Dichterlied

"Piñero" lässt das kurze Leben des gleichnamigen puerto-ricanischen Schriftstellers, der es bis zu seinem Tod im Jahr 1988 vom Knastpoeten zum gefeierten New Yorker Medienstar gebracht hatte, übertourig Revue passieren: Kraftstrotzende Dichterlesungen, wüste Drogenexzesse und traumatische Kindheitserinnerungen des von Benjamin Bratt verkörperten Helden mischt Regisseur Leon Ichaso in einer fiebrigen Collage, die auch das Publikum ins Delirium stürzen will. Die hektischen Schnittfolgen und der wirre Wechsel zwischen Farb- und Schwarzweißmaterial wirken allerdings auf die Dauer eher enervierend als bewusstseinserweiternd.

DER SPIEGEL 29/2002
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